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Kreis und Schulen haben Aktionsplan gegen Rechts gestartet

Landrat und 20 Schulleiter ziehen an einem Strang: Null Toleranz gegenüber Extremisten

Der Kreis Ahrweiler und alle 20 weiterführenden Schulen im Kreisgebiet wollen gemeinsam gegen Rechtsextremismus vorgehen. Landrat Dr. Jürgen Pföhler hat eine entsprechende Initiative gestartet und die Schulleiterinnen und Schulleiter zu einer Konferenz eingeladen, bei der ein Aktionsplan vereinbart wurde.

 

Anlass für die Landrats-Initiative waren vor allem die Vorfälle im Zusammenhang mit der rechtsextremen Kundgebung im November 2011 in Remagen. Betroffen waren Schulen durch Flugblattaktionen und Schmierereien. Der Aktionsplan von Landrat und Schulleitern ist kurz- und mittelfristig angelegt. Tenor: Die Auseinandersetzung mit jedweder Form von Rechtsextremismus muss offensiv geführt werden.

 

Der Landrat: „Wir nehmen das Thema sehr ernst. Im Kreis Ahrweiler ist kein Platz für Extremisten, Intoleranz und Rassismus.“ In der Konferenz mit den Schulleitern herrschte Einigkeit darüber, „dass jeder Einzelne im Rahmen seiner Möglichkeiten gefordert sei, sich aktiv für die freiheitlich demokratische Grundordnung einzusetzen.“

 

Die Schulleiter begrüßten ausdrücklich die Resolution des Kreistags. In dieser einstimmig beschlossenen Willensbekundung heißt es, der Kreistag betrachte die Entwicklung der rechtsextremistischen Aktivitäten und Neo-Nazi-Aufmärsche mit großer Sorge. Die demokratischen Kräfte müssten gemeinsam gegen alle Art von Gewalt vorgehen, Extremisten Einhalt gebieten und für den Schutz der Menschen eintreten.

 

Der Landrat und die Schulleiter zeigten sich auch darin einig, „mit allen rechtsstaatlichen Mitteln gegen Rechtsradikalismus und Rechtsextremismus vorzugehen“. An den Schulen müsse das Prinzip „Null Toleranz“ gelten. Konkret: Jedes Auftreten von Rechtsextremisten, das Verteilen von Flugblättern, Schmierereien oder ähnliches werde bei der Polizei angezeigt.

 

Darüber hinaus sollen pädagogische Mittel bewirken, „dass der geistige Nährboden für braunes Gedankengut erst gar nicht entsteht“. Dies sei fester Bestandteil der pädagogischen Arbeit an den Schulen im Kreis Ahrweiler und umfasse ein breites Spektrum: Klassenfahrten zu historischen Orten, Workshops, Arbeitsgemeinschaften, Ausstellungen und gezielte Unterrichtsarbeit. Alle Beteiligten waren sich ebenfalls darin einig: Eltern, Elternvertreter, regionale Organisationen wie das Bündnis für Frieden in Remagen und die Polizeidienststellen werden einbezogen.

 

Die Schulen wollen sich künftig gegenseitig über ihre Initiativen informieren und in der Öffentlichkeit verstärkt auf ihre Aktivitäten aufmerksam machen.

 

Im Kreis Ahrweiler gibt es 20 weiterführende Schulen ab dem fünften Schuljahr: Förderschulen, Realschulen plus, die Private Realschule Calvarienberg, staatliche und private Gymnasien sowie die Berufsbildende Schule Bad Neuenahr-Ahrweiler.

 


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 02.03.2012

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