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Sonderschau zum Saisonstart

Museum Roemervilla öffnet wieder am 21. März – Nach Ostern kommen die Kelten – Karl-Heinz Preuß brachte antike Fundstücke zurück an die Ahr

Eine Viehglocke als Hinweis auf römische Landwirtschaft im Ahrtal sowie drei neu entdeckte Keramikgefäße mit bis zu 60 Zentimetern Höhe aus dem 2. und 3. Jahrhundert nach Christus. Das sind vier Exemplare jener Sonderfunde, mit denen das Museum Roemervilla in Bad Neuenahr-Ahrweiler in die Saison 2012 startet.

 

Das Museum am Ahrweiler Silberberg beendet die Winterpause, während der nur geführte Gruppen die historischen Funde besichtigen können. Ab Mittwoch, 21. März, gelten wieder die üblichen Öffnungszeiten von Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr. Und nach Ostern, ab 14. April, kommen die Kelten. Genauer gesagt die „Eburonen – unsere vergessenen Vorfahren“, wie diese Sonderausstellung heißt.

 

Landrat Dr. Jürgen Pföhler zeigte sich zum bevorstehenden Saisonstart beeindruckt. Museumsleiter Dr. Hubertus Ritzdorf informierte den Kreis-Chef – der Kreis Ahrweiler und die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler haben sich als Träger des Zweckverbandes Museum Roemervilla zusammengetan – gemeinsam mit Kreis-Kulturreferentin Marita Cwik-Rosenbach. Aufmerksame Zuhörer: Der Sammler Karl-Heinz Preuß als Leihgeber der aktuellen Ausstellung zur Römervilla in Schuld an der Ahr, Gästeführer Eberhard Schimanski und Museumspädagogin Angela Humke. Diese Sonderschau präsentiert Funde von den Ausgrabungen im Ahrweiler Stadtwald und der römischen Villa von Schuld.

 

Die Roemervilla in der Kreisstadt ist schon lange nicht mehr „nur“ Ausstellungshalle für die Ausgrabungsstätte des Herrenhauses des römischen Gutshofes am Silberberg. Das Museum befasst sich in Ausstellungen mit historischen Themen aus dem gesamten Kreisgebiet, die überregionales Interesse wecken.

 

Vor zwei Jahren zeigte das Museum in Zusammenarbeit mit der Sammlung Preuß eine Sonderausstellung über den römischen Gutshof von Schuld, der seit seiner Ausgrabung in den 1960er Jahren fast ganz in Vergessenheit geraten war. Die Sammlung Preuß, betrieben vom langjährigen Chefredakteur des Deutschen Forschungsdienstes in Bonn und seiner Frau, engagiert sich seit Jahren für die Stätte in Schuld.

 

Karl-Heinz Preuß kaufte nicht nur viele, seit Jahrzehnten verschollen geglaubte Fundstücke an. Er stellte sie auch dauerhaft der Landesarchäologie und dem Museum Roemervilla zur Verfügung. So sind seit 2010 beispielsweise die einzigen aus dem AW-Kreis sicher belegten römischen Mosaikfragmente dauerhaft in der Ausstellung zu sehen.

 

Ein gewünschter Nebeneffekt der Sonderausstellung vor zwei Jahren war, dass sich Menschen meldeten, die selbst noch Fundstücke aus Schuld besaßen. So führte der Weg Preuß bis nach Hamburg, wo es ihm gelang, antike Keramikgefäße zu erhalten, die er persönlich an die Ahr zurückbrachte. Die aktuelle Sonderschau zeigt die interessantesten „neuen“ Fundstücke.

 

Die Sammlung Preuß, die neben der Roemervilla beispielsweise auch mit dem Ägyptischen Museum der Universität Bonn zusammenarbeitet, strebt an, auch vor Ort in Schuld die Präsentation der römischen Relikte zu fördern. Die Sonderschau ist bis Ostern zu sehen. Dann kommt die Sonderausstellung zu den Kelten. Schwerpunkt sind die Eburonen, ein keltischer Stamm, der zuzeiten von Julius Cäsar im Rheinland ansässig war.

 

Die Eckpunkte der Roemervilla-Termine:

  • Im Winter können nur gefĂĽhrte Gruppen das Museum besichtigen.
  • An den März-Wochenenden haben Einzelbesucher zusätzlich samstags und sonntags Zutritt zur antiken Ausgrabungsstätte.
  • Ab Mittwoch, 21. März, ist das Museum wieder zu den ĂĽblichen Ă–ffnungszeiten (Di - So 10-17 Uhr) geöffnet.
  • Am 14. April startet die Sonderausstellung „Eburonen – unsere vergessenen Vorfahren“.

Foto: Präsentieren einen Originalfund aus der römischen Villa in Schuld, der rund 2.000 Jahre alt ist und im Museum Roemervilla am Ahrweiler Silberberg zu sehen ist: Marita Cwik-Rosenbach (v.l.), Karl-Heinz Preuß, Dr. Jürgen Pföhler, Eberhard Schimanski, Angela Humke und Dr. Hubertus Ritzdorf.

 


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 09.03.2012

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