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Neuer Notruf: Gelungener Start, aber steigende Kosten

Ein Jahr Integrierte Leitstelle – 112 gilt für Feuerwehr und Rettungsdienst – 1.000 Einsätze für AW-Feuerwehren

Seit einem Jahr gilt der europaweite Telefon-Notruf 112 im Kreis Ahrweiler nicht mehr allein für die Feuerwehr, sondern auch für den Rettungsdienst. Denn seither ist der Kreis an die Integrierte Leitstelle bei der Berufsfeuerwehr in Koblenz angeschlossen. „Der Start ist gelungen, die neue Leitstelle hat sich bewährt – allerdings sind die Kosten gestiegen“, erklärt Landrat Dr. Jürgen Pföhler in einer Zwischenbilanz.

 

Mit der Integrierten Leitstelle stehe der Bevölkerung eine gebündelte Hilfe bei allen nicht-polizeilichen Gefahren zur Seite, hebt Pföhler den wichtigsten Vorteil des neuen Systems hervor und sieht sich darin einig mit Kreisfeuerwehrinspekteur Udo Schumacher. In den ersten zwölf Monaten sei die Erstalarmierung für mehr als 1.000 Einsätze der Feuerwehren im AW-Kreis über die neue Einrichtung erfolgt.

 

Der AW-Kreis hat sich an den Kosten für den Bau der Leitstelle mit einmalig 77.000 Euro beteiligt. Hinzu kommen die Personal- und Betriebskosten, für die ursprünglich 36.000 Euro pro Jahr angesetzt waren – ein Betrag, der sich jedoch deutlich erhöht hat. Der Grund: Das Land Rheinland-Pfalz hat das Rettungsdienstgesetz im März 2012 geändert und die Kostenbeteiligung der Landkreise angehoben. Für den Kreis Ahrweiler bedeutet dies eine Steigerung auf jetzt 53.000 Euro jährlich. Die Kostensteigerung wird mit einem höheren Aufwand für die Alarmierung der Feuerwehren begründet.

 

Bis vor einem Jahr war der Rettungsdienst in Rheinland-Pfalz unter der Nummer 19222 erreichbar. Jetzt werden alle Hilfeersuchen zentral über die 112 gebündelt. Die neue Leitstelle übernahm den Rettungsdienst und die Feuerwehr-Erstalarmierung für die Stadt Koblenz sowie die Landkreise Mayen-Koblenz, Ahrweiler und Cochem-Zell. Die frühere Rettungsdienstnummer 19222 erhielt wie in anderen Bundesländern eine neue Funktion: Sie wurde zur Servicenummer für den Krankentransport auf Anforderung von Ärzten und Krankenhäusern.

 


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 20.04.2012

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