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Waffen und Sprengstoff weiter im Visier

250 Gewehre, Pistolen und Revolver zerstört – 180 Kilo Munition entschärft – Weitere Kontrollen angekündigt

Die Kontrolle, Einsammlung und Vernichtung von Waffen im Kreis Ahrweiler läuft auf Hochtouren weiter. Allein von Januar bis Mitte April hat die Kreisverwaltung rund 250 Gewehre, Pistolen und Revolver aufgenommen und mit der Polizei zur Schredderanlage transportiert. Im gleichen Zeitraum wurden dem Kampfmittelräumdienst 180 Kilo Munition zur Vernichtung übergeben.

 

Landrat Dr. Jürgen Pföhler hat weitere Kontrollen angekündigt. Dies gelte insbesondere für Besitzer erlaubnispflichtiger Waffen, die eine sichere Aufbewahrung ihrer Waffen noch nicht nachgewiesen hätten. Die meisten Besitzer, überwiegend Jäger und Sportschützen, zeigten sich jedoch sehr kooperativ, betont der Landrat.

 

Seit 2009, als die Kontrolle von Schusswaffen als Folge des Amoklaufes eines 17-Jährigen in Winnenden bundesweit verschärft wurde, hat die Kreisverwaltung rund 1.150 Waffen vernichten lassen. Die Zahl der Waffenbesitzer im Kreisgebiet sank von knapp 4.000 zum Jahresbeginn 2008 auf jetzt rund 3.200.

 

Das nationale Waffenregister soll bis Ende 2012 eingerichtet sein. Es soll die Informationen aller Waffenbehörden in Deutschland zusammenführen und für die Polizei auswertbar machen.

 

Für alle Waffenbesitzer gilt die „Bringschuld“. Das heißt: Der Nachweis zur sicheren Aufbewahrung ist ohne besondere Aufforderung an die Kreisverwaltung zu liefern. Wer dieser gesetzlichen Verpflichtung nicht nachkommt, muss mit einem Bußgeld rechnen. Die Kreismitarbeiter werden weiterhin häusliche Kontrollen vornehmen, wenn die Nachweise nicht vorliegen. Welche exakten Anforderungen das Gesetz an die Waffenbesitzer stellt, steht auf den Internetseiten www.kreis-ahrweiler.de, „Bürgerservice“, „Ordnungswesen“, „Waffen und Jagd“.

 

Seit Januar hat der Kreis auch Aufgaben des Sprengstoffrechts übernommen. Darunter fallen beispielsweise die Genehmigungen für das Abbrennen von Feuerwerken, das Abschießen von Böllern und das Wiederladen von Munition.

 

Grundvoraussetzung für die waffen- und sprengstoffrechtlichen Erlaubnisse ist die persönliche Zuverlässigkeit der Erlaubnisinhaber. Der Kreis überprüft diese Bedingung alle drei Jahre mit hohem Aufwand. Bisher waren diese Überprüfungen für die Waffenbesitzer kostenfrei. Seit Jahresbeginn wird – im Einklang mit der Gebührenordnung und der höchstrichterlichen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichtes – eine Gebühr von 30 Euro erhoben.

 

Noch Fragen? Die Mitarbeiter der Kreisverwaltung Ahrweiler geben gerne Auskunft: Ruf 02641.975-229 und .975-588, E-Mail eric.laumann@kreis-ahrweiler.de, harald.muench@kreis-ahrweiler.de.

 

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Ab in die Tonne und dann in den Schredder: Der Kreis Ahrweiler lässt weiterhin Waffen zerstören.

 


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 04.05.2012

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