BÜRGERSERVICE BILDUNG & FAMILIE KREIS & GEMEINDEN KULTUR & VEREINE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
 

„Endlich Bewegung bei der A 1“

Lückenschluss der Eifelautobahn: Verkehrsminister Ramsauer und Ministerpräsident Beck antworten Landrat Pföhler

Mit der Entscheidung des nordrhein-westfälischen Verkehrsministeriums, kurzfristig die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für den Bau der A 1 im Abschnitt zwischen Blankenheim und Lommersdorf zu beantragen, rückt der Lückenschluss der Eifelautobahn auch in Rheinland-Pfalz näher. „Endlich kommt Bewegung in den Lückenschluss“, begrüßte Pföhler den Schritt in NRW. Zugleich verweist der Ahrweiler Landrat auf zwei Antwortschreiben aus Bonn und Mainz, die er wegen der Eifelautobahn erhalten hat.

 

Auf der Grundlage eines Kreistagsbeschlusses hatte sich Pföhler an den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck und Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer gewandt mit der Bitte, den Weiterbau der Eifelautobahn A 1 zu forcieren. Mainz und Berlin sollten sich für die Beschleunigung des Planfeststellungsverfahrens einsetzen und nach Herstellung der Baureife die nötigen Haushaltsmittel bereitstellen.

 

Der Kreistag hatte diese Forderung des Kreises Ahrweiler mit einer Resolution und einer Unterschriftenaktion pro A 1 untermauert. Begründung: Die A 1 mit einer Anschlussstelle für Adenau sei wichtig für die touristische Erschließung der Eifel, mehr gewerbliche Infrastruktur, die Schaffung neuer Arbeitsplätze und den Nürburgring. Außerdem bedeute der zügige Weiterbau mehr Umwelt- und Naturschutz, etwa durch die Entlastungen der Bundesstraßen, heißt es in der Resolution.

 

Zur Antwort von Bundesverkehrsminister Ramsauer an den Landrat: Der Lückenschluss sei im Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen in den Vordringlichen Bedarf und damit die höchste Dringlichkeit eingestuft. An diese gesetzliche Vorgabe seien auch die beiden betroffenen Länder Rheinland-Pfalz und NRW gebunden. Mit dieser Einstufung sei der Planungsauftrag an die Länder verbunden. Der Bund als Straßenbaulastträger sei daran interessiert, dass die Planung möglichst schnell mit der Schaffung des Baurechts abgeschlossen werde. Das Bundesverkehrsministerium werde sich weiterhin gegenüber den beiden Ländern für den Lückenschluss einsetzen. Soweit das Schreiben Ramsauer.

 

Ministerpräsident Beck bestätigt in seiner Antwort die Einstufung „Vordringlicher Bedarf“ und damit in der höchsten Dringlichkeit des aktuellen Bedarfsplans für die Bundesfernstraßen. Die Planungsabschnitte Kelberg-Adenau und Adenau-Lommersdorf unterlägen dabei einem besonderen naturschutzfachlichen Planungsauftrag. Dieser Auftrag verpflichte das Land Rheinland-Pfalz als Auftragsverwaltung, dem Bund die qualifizierte Bearbeitung der naturschutzfachlichen Aspekte nachzuweisen, so Beck.

 

Die Naturschutzplanungen seien zur Weiterführung des Planfeststellungsverfahrens vollständig überarbeitet worden und befänden sich derzeit in der internen Abstimmung. Nach der abschließenden Prüfung würden sie dem Bund zugeleitet. – Parallel werde, nach den Vorgaben des Koalitionsvertrags zwischen SPD und Grünen im Mainzer Landtag, eine „Null-Varianten-Untersuchung“ durchgeführt. Diese solle klären, welche Verkehrsauswirkungen es hätte, wenn die Lücke der A 1 nicht geschlossen würde. Damit könne dann, so Beck, eine Aussage getroffen werden, ob und wie das nachgeordnete Straßennetz ohne A 1 die zukünftigen Verkehre verkrafte.

 


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 11.05.2012

<< zurück