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Pfleger und Ärzte kämpfen gegen Keime im Krankenhaus

Hygieneregeln strikt einhalten - Fortbildung der Kreispflegekonferenz - Kreis Ahrweiler im Netzwerk mit NRW-Kommunen

Wissenschaftler und Mediziner suchen weiter nach Abwehrstrategien gegen Problemkeime und die damit verbundenen Infektionen. 120 Ärzte und Mitarbeiter aus der ambulanten und stationären Pflege nahmen jetzt an einer Informationsveranstaltung im Krankenhaus Maria Hilf teil. Das Thema: „MRSA und andere multiresistente Erreger im Kreis Ahrweiler - ein Spagat zwischen Wissenschaft und Pflegealltag?“.

 

Eingeladen hatte die Kreispflegekonferenz des Kreises Ahrweiler. Dies ist ein Zusammenschluss von Personen und Einrichtungen, die eine wohnortnahe pflegerische Versorgung durch ihre Arbeit im Netzwerk weiter verbessern wollen. Die Geschäftsführung liegt beim Kreisgesundheitsamt.

 

Dr. Ute Teichert-Barthel, Leiterin des Gesundheitsamtes, machte die Dringlichkeit des Tagungsthemas deutlich und dankte den Teilnehmern für ihr Interesse. Methicillin-resistente Staphylococcus aureus-Stämme - kurz MRSA genannt - zählten zu den bedeutendsten Erregern von Infektionen, die im Krankenhaus übertragen werden. Die Besonderheit der MRSA-Bakterien sei, dass sie oft gegen mehrere Antibiotikagruppen resistent seien und in ungünstigen Fällen zu lebensbedrohlichen Erkrankungen führten. Für gesunde Menschen sei eine Besiedelung mit MRSA dagegen in der Regel folgenlos. Teichert-Barthel: „Wenn das Bakterium in Kliniken, im Pflegebereich oder im Rettungsdienst Gelegenheit bekommt, sich auszubreiten, dann wird es für alle immungeschwächten Patienten zur Gefahr.“

 

Dr. Georg-Christian Zinn, Leitender Hygieniker am Zentrum für Hygiene und Infektionsprävention in Ingelheim, vermittelte eine zentrale Botschaft: Im Krankenhaus würden die Erreger meist von Pflegepersonal und Ärzten verbreitet. Die wichtigste Vorsorgemaßnahme gegen die Ausbreitung sei daher, die Hygieneregeln strikt einzuhalten.

 

Die Kreispflegekonferenz hatte im Januar dieses Jahres zusammen mit dem Ärztenetz Mittelahr e. V. eine ähnliche Veranstaltung für die Kreisärzteschaft angeboten, die ebenfalls im Krankenhaus Maria Hilf stattfand.

 

Im Kampf gegen multiresistente Erreger hat der Kreis Ahrweiler 2010 mit sechs Kommunen aus Nordrhein-Westfalen das Netzwerk „mre-netz regio rhein-ahr“ gegründet. Dies sind der Rhein-Sieg-Kreis, der Oberbergische Kreis, der Rhein-Erft-Kreis, der Rheinisch-Bergische Kreis, die Bundesstadt Bonn und die Stadt Köln. Das Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit des Universitätsklinikums Bonn übernimmt die wissenschaftliche Begleitung (www.mre-rhein-ahr.net). 

 


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 27.07.2012

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