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Freier Fluss für Fische - auch im Brohlbach

Gewässerschutz: Kreis Ahrweiler reißt Betonrampe ab und gleicht Felskante aus - Doppelmaßnahme in Burgbrohl kostet 155.000 Euro

Mit zwei weiteren Baumaßnahmen am und im Brohlbach setzt der Kreis Ahrweiler seine Liste der Gewässerschutzmaßnahmen fort. In Burgbrohl werden ein Betonabsturz und ein Felsabsturz beseitigt und naturnah umgestaltet. Dadurch sollen die Gewässerlebewesen, vor allem Wanderfische, sich möglichst ungehindert bewegen können.

 

Die Doppelmaßnahme hat den Kreis- und Umweltausschuss passiert. Unter Leitung von Landrat Dr. Jürgen Pföhler stimmte das politische Gremium der entsprechenden Auftragsvergabe für knapp 155.000 Euro an Baukosten zu. Das Land Rheinland-Pfalz trägt 90 Prozent der Kosten.

 

Konkret geht es um zwei Stellen im Brohlbach, die bislang schwer zu überwindende Querriegel für die Fische darstellen. Erstens eine längliche, flache Betonrampe auf dem Gelände der Firma Rhodius. Der Kreis hat bereits mehrere dieser Barrieren umgebaut. Meist mit Basaltblöcken, die stufenweise in den Gewässerlauf eingesetzt werden, unter anderem an der Kurgartenbrücke in Bad Neuenahr. Fische können diese Blöcke wie Treppen flussaufwärts durchschwimmen.

 

Zweitens besteht etwas weiter Brohlbach-abwärts ein natürlicher Felsabsturz, der einen kleinen Wasserfall bildet. Auch diese Barriere wird umgebaut. Dazu wird das Bett des Brohlbachs unterhalb der Kante schrittweise angehoben, und zwar mit mehreren stufenförmig angelegten kleinen Becken - Experten sprechen von Sohlengleiten oder Sohlenrampen.

 

Nach der Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union müssen die Länder die Durchgängigkeit der Gewässer herstellen. Schwerpunkte im Kreis Ahrweiler sind die Ahr und der Brohlbach. Während der Kreis als Unterhaltspflichtiger für den kompletten Verlauf der Ahr zuständig ist, wird der Brohlbach gesplittet: Von der Quelle in Hannebach bis Oberzissen sorgt die Verbandsgemeinde Brohltal für den Gewässerunterhalt - von Oberzissen bis zur Mündung in den Rhein in Brohl liegt die Hoheit beim Kreis.

 

In seinem Zuständigkeitsbereich hat der Kreis bislang mehr als 50 alte Staustufen, Betonrampen und andere Bauwerke abgerissen und naturnah umgebaut, die meisten davon in der Ahr. Weitere Baumaßnahmen folgen.

 


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 10.08.2012

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