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Von Adenau bis Oberwinter: Historische Bauwerke für Besucher geöffnet

Tag des offenen Denkmals am 9. September: Neun Objekte im Kreis Ahrweiler

„Holz“. Unter diesem Motto steht der diesjährige „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 9. September. Im Kreis Ahrweiler öffnen neun Gebäude und Anlagen ihre Tore. Besucher sind herzlich willkommen.

 

Holz. Mit dem Thema seien viele historische Zeugnisse verbunden, erklärt die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (www.gdke.rlp.de). Das Naturmaterial sei vielfältig einsetzbar - in Kirchenausstattungen, Dachstühlen, technischen Anlagen oder Möbeln. Die Kreisverwaltung nennt die einzelnen Objekte im Kreis Ahrweiler mit Öffnungszeiten und den Beschreibungen, die die Generaldirektion Kulturelles Erbe zusammengestellt hat.

 

 

„Haus Stein“, Adenau, Markt 8.

Das stattliche viergeschossige Fachwerkhaus mit vorkragenden Obergeschossen wurde 1630 in Rähmbauweise errichtet. Die kräftigen Balken ruhen auf teilweise profilierten Knaggen. Geöffnet zu den Führungen 14, 15, 16 und 17 Uhr. - Geöffnet sind auch die Fachwerkhäuser „Hotel Blaue Ecke“, das Heimat- und Zunftmuseum sowie das translozierte Fachwerkhaus „Romes Hartmann“ mit Kunstgalerie.

 

Propstei Buchholz, Burgbrohl, Am Wingertsberg.

Bedeutende romanische Ruine der ehem. Kirche des 12. Jh., 1802 aufgehoben, in der Neujahrsnacht 1951/52 abgebrannt; erhalten ein Joch des Mittelschiffs, das Querhaus mit verkürzten Armen und das Chorjoch mit dem Unterbau der Chorflankentürme, barocke Fassade von 1683. 10 bis 16 Uhr, Führungen stündlich, Lichtbildervortrag zur Geschichte der Propstei, Kaffee und Kuchen vor der Propstei.

 

Alter Laacher Hof, Glees, Wehrer Straße 2.

Der Bruchsteinbau, im Kern aus dem Jahre 1555, ist ein frühes Beispiel eines Massivbaus; zugehörig zum ehem. Abteihof des Klosters Laach sind eine Massiv- und eine Fachwerkscheune; seit 1972 in Privatbesitz, befasst sich das Unternehmen der heutigen Besitzer mit der Bergung, Säuberung und Ergänzung historischer Baustoffe im Sinne der Denkmalpflege. 10 bis 17 Uhr, Führungen stündlich nach Bedarf durch die Eigentümer, Ausstellung von Holz-Exponaten.

 

Maternuskapelle, Herschbroich.

Kleiner Saalbau mit gotisierendem Gewölbe von 1666, 1923-25 um Querhaus und Chor erweitert. 10 bis 20 Uhr, Führungen nach Bedarf. Geöffnet ist auch das Heimatmuseum (Alte Schule von 1842).

 

Katholische Kirche St. Nikolaus, Königsfeld, Hauptstraße 31.

Von der spätromanischen Basilika der ersten Hälfte des 13. Jh. blieben der Chor, das Mittelschiff und das südliche Seitenschiff erhalten. Ursprünglich flachgedeckt, wurde das Mittelschiff 1532 auf einer Mittelsäule überwölbt. 1911 bis 1915 erhielt der Kirchenbau eine quergerichtete Erweiterung in einem eigentümlichen neubarocken Mischstil. Zur ursprünglichen Ausstattung gehören die Altarmensa und eine aus Lindenholz geschnitzte Muttergottes von 1260, eine der ältesten Sitzmadonnen im Rheinland, mit frontal dargestelltem Jesuskind. 10 bis 17 Uhr, Führung 14 Uhr.

 

Burg Olbrück, Niederdürenbach-Hain.

Inmitten des Vulkanparks Brohltal/Laacher See gelegen. Um 1050 durch den Grafen von Wied gegründet, 1689 zerstört, 1998 bis 2001 Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten; weithin sichtbarer zinnenbewehrter Bergfried, Mitte 14. Jh., die Mauern des Palas im Keller spätromanisch, darüber 17. Jh., außerhalb des inneren Berings Wohn- und Küchengebäude, Haupttor, unterer Torbau von 1875. 10 bis 18 Uhr, Führungen 14 Uhr und nach Bedarf.

 

Ehemalige Synagoge, Niederzissen, Mittelstraße 30.

Kleiner, 1844 errichteter Bruchsteinbau mit regionaltypischen Basaltlava-Einfassungen, in der Pogromnacht 1938 geschändet, 1939 verkauft und bis Anfang der 1990er Jahre als Schmiede und Werkstatt genutzt. Heute in Gemeindebesitz, wurde die ehem. Synagoge 2009 renoviert und im März 2012 als Erinnerungs- und Begegnungsstätte eröffnet. 10 bis 18 Uhr, Führungen 11.30 Uhr, 14 und 16 Uhr, Buchvorstellung über Genizafunde und die ehem. Synagoge, Ausstellung zur jüdischen Geschichte Niederzissens und der deportierten Mitglieder der jüdischen Gemeinde, Dauerausstellung zu Genizafunden.

 

Katholische St. Laurentiuskirche, Remagen-Oberwinter, Laurentiusstraße 3.

An den spätgotischen Chor wurde 1865/66 ein neugotisches Langhaus mit Turm nach Plänen des Kölner Architekten Vincenz Statz angebaut. 12 bis 18 Uhr, Führungen nach Bedarf, Darstellung der Restaurierung einer spätmittelalterlichen Monstranz aus dem Kirchenschatz, Verkauf des Benefizweins Edition St. Laurentius zugunsten der Renovierung der Kirche.

 

Lydiaturm am Laacher See, Wassenach.

Zu den Maximen des 1888 gegründeten Eifelvereins gehörten schon im ausgehenden 19. Jh. landschafts- und denkmalpflegerische sowie kulturelle und fremdenverkehrsfördernde Maßnahmen. Aus diesem Grund errichtete die Ortsgruppe Brohltal 1896 einen hölzernen Aussichtsturm, von dem aus man einen Rundblick auf den Laacher See, über das Brohltal bis zum Siebengebirge genießen konnte. Bereits 1925 wegen Baufälligkeit geschlossen, erfolgte zwei Jahre später der Bau eines 16 Meter hohen Turms aus Lavastein. Nachdem die umstehenden Bäume so hoch gewachsen waren, dass sie den Turm überragten, wurde er 1986 durch eine Holzkonstruktion auf insgesamt 23 Meter erhöht. Führungen 10 bis 16 Uhr durch den Eifelverein Brohltal.

 

Foto: Spätgotischer Chor (vorne) mit neugotischem Langhaus: die St. Laurentius-Kirche in Oberwinter

 

Foto: Bedeutende romanische Ruine einer Kirche aus dem 12. Jahrhundert: Propstei Buchholz in Burgbrohl

 

Foto: Thema Holz: Zwei restaurierte Außentüren am Alten Laacher Hof in Glees


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 31.08.2012

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