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Es gibt keine günstigere Variante als die bisherige Trassenführung

Lückenschluss A 1: Landrat Pföhler und Bürgermeister Romes appellieren an beide Landesregierungen - Mehr als 2.000 Unterstützungsunterschriften

Bei den Planungen zum Lückenschluss der Eifelautobahn A 1 ist die „besondere naturschutzfachliche Prüfung“ abgeschlossen: Ergebnis: Die Notwendigkeit des Autobahnbaus ist gegeben. Dies nehmen Landrat Dr. Jürgen Pföhler und der Adenauer Bürgermeister Hermann-Josef Romes zum Anlass, um die beiden Landesregierungen von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zu klaren Bekenntnissen pro Lückenschluss aufzufordern.

In ihrem Koalitionsvertrag hatten SPD und Grüne im Mainzer Landtag weitere naturschutzfachliche Planungen einschließlich einer „Null-Varianten-Untersuchung“ festgeschrieben. Diese Untersuchung sollte die Fragen klären: Welche Verkehrsauswirkungen hätte es, wenn die Autobahnlücke nicht geschlossen würde? Wie würde das nachgeordnete Straßennetz das zukünftige Verkehrsaufkommen ohne A 1 verkraften?

Das Untersuchungsergebnis: Es gibt keine günstigere Variante als die bisherige Trassenführung. Damit steht für Pföhler und Romes fest: „Der sogenannte ´grüne Stern´ ist fachlich abgeprüft, der Weiterführung der Planfeststellungsverfahren für die beiden Abschnitte zwischen Kelberg und Lommersdorf steht nichts mehr im Weg.“

 Die Schließung der 25 Kilometer kurzen Autobahnlücke zwischen der Anschlussstelle (AS) Blankenheim und der AS Kelberg hänge jetzt entscheidend vom politischen Willen der beiden Landesregierungen ab. Alle bislang ins Feld geführten Gegenargumente und Einwände seien abgearbeitet. Landrat und Bürgermeister fordern jetzt von Mainz und Düsseldorf, die noch erforderlichen planungsrechtlichen Schritte zügig abzuarbeiten.

Der Bund stehe zur A 1, jetzt seien die beiden Landesregierungen am Zug, so Pföhler und Romes weiter. Zur Erinnerung: Der Landrat hatte nach der Verabschiedung einer Resolution des Ahrweiler Kreistags Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer Ende 2011 angeschrieben und um einen Sachstand gebeten. Dessen Antwort: Der Lückenschluss sei im Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen in den Vordringlichen Bedarf und damit die höchste Dringlichkeit eingestuft. Mit dieser Einstufung sei der Planungsauftrag an die beiden Länder verbunden. Der Bund als Straßenbaulastträger sei daran interessiert, dass die Planung möglichst schnell mit der Schaffung des Baurechts abgeschlossen werde, so Ramsauers Antwortschreiben an Pföhler.

Die Bedeutung des Lückenschlusses ist für Landrat und Bürgermeister „unumstritten“. Dies zeige sich auch deutlich in der Unterschriftenaktion des Kreises Ahrweiler pro A 1, für die mehr als 2.000 Unterstützungsunterschriften vorlägen. Die Aktion - ebenfalls ein Auftrag des Kreistags - sei abgeschlossen, so der Landrat.

Weitere Argumente von Pföhler und Romes: Die touristische Entwicklung der Eifel lebe auch von der schnellen Erreichbarkeit; diese sei für den Adenauer Raum von Norden ohne A 1 nicht gegeben. Der fehlende Autobahnanschluss benachteilige die dortigen Gewerbebetriebe und erhöhe die Verkehrsbelastung der Dörfer und Eifelstraßen.

Beide begrüßen, dass das Land Nordrhein-Westfalen kurzfristig die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für den sechs Kilometer langen Abschnitt von der AS Blankenheim bis zur AS Lommersdorf beauftragt hat. Bürgermeister Romes: „Die Anschlussstelle Lommersdorf ermöglicht die seit langem erwartete Anbindung des nördlichen Teils der Verbandsgemeinde Adenau. Damit wird neben dem Nürburgring auch die nach der Stadt Adenau einwohnerstärkste Gemeinde Wershofen mit ihrem Gewerbegebiet adäquat angeschlossen.“


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 21.09.2012

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