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Infektion bei Pferden: Untersuchungsaktion im AW-Kreis angelaufen

Blutproben sollen Klarheit bringen - Virus für Menschen ungefährlich

Wegen der Pferdekrankheit „Infektiöse Anämie der Einhufer“ ist eine umfangreiche Untersuchungsaktion auch im Kreis Ahrweiler angelaufen. Auf Initiative des Landesuntersuchungsamtes Koblenz ermittelt das Veterinäramt der Kreisverwaltung derzeit bei rund 90 landwirtschaftlichen Betrieben und Pferdehaltern, ob es dort Kontakttiere zu einem Blutspendetier aus dem Rhein-Sieg-Kreis gibt, bei dem die Krankheit nachgewiesen wurde. Die praktizierenden Tierärzte sollen die erforderlichen Blutproben ziehen.

In Rheinland-Pfalz sei die anzeigepflichtige Krankheit seit Mitte August bei vier Pferden festgestellt worden. Das hat das Mainzer Umwelt- und Landwirtschaftsministerium gemeldet. Zwei der Tiere seien in einer Tierklinik in Nordrhein-Westfalen durch Bluttransfusionen angesteckt worden. Auf die anderen beiden Pferde sei das Virus vermutlich durch stechende Insekten übertragen worden. Pferde, die in den gleichen Stallungen und der Umgebung gehalten werden, seien untersucht worden – bislang mit negativem Ergebnis.

Es könne nicht absolut sicher ausgeschlossen werden, dass sich weitere Pferde bei einem Aufenthalt in der Klinik in Nordrhein-Westfalen zwischen Herbst 2009 und Mitte 2012 mit dem Virus infiziert hätten, heißt es weiter aus dem Ministerium. Daher würden jetzt vorsorglich alle Pferdebesitzer, deren Tiere in diesem Zeitraum in der Klinik behandelt wurden, von den Veterinärämtern kontaktiert. Anhand von Blutproben werde sichergestellt, dass die Tiere nicht infiziert sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Ansteckung gekommen sei, werde als sehr gering eingestuft. Die infektiöse Anämie sei eine Tierseuche, die ausschließlich bei Einhufern, wie Pferden oder Eseln auftritt. Für Menschen bestehe keine Gefahr. Sie könnten sich nicht anstecken, so das Ministerium.

Tiere mit verdächtigen Krankheitszeichen müssten sofort dem Tierarzt vorgestellt werden. Bei Seuchenverdacht sei umgehend das zuständige Veterinäramt zu informieren. Mögliche Symptome seien hohes Fieber, blasse oder gelbe Schleimhäute und Flüssigkeitsansammlungen an Bauch und Gliedmaßen. Infizierte Tiere blieben lebenslang Virusträger und könnten die Seuche auch dann weiter verbreiten, wenn die Tiere selbst keine Symptome aufweisen. Eine Heilung oder Impfung sei nicht möglich. Das Virus der Infektiösen Anämie werde durch Blut übertragen, beispielsweise durch blutsaugende Insekten oder Bluttransfusionen. Infizierte Mutterstuten könnten das Virus an ihr Fohlen weitergeben, betont das Ministerium abschließend.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 26.09.2012

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