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Keine Windkraft „Auf dem Scheid“ möglich

Der Kreis Ahrweiler wird keine Windkraftanlagen auf den Grundstücken des Abfallwirtschaftsbetriebs Kreis Ahrweiler (AWB) „Auf dem Scheid" in Niederzissen errichten. Das hat der AWB-Werksausschuss einstimmig beschlossen. Mehrere Gründe sprechen dagegen. Die Kreisverwaltung nennt Einzelheiten.

Vor gut einem Jahr hatte das politische Gremium den Auftrag erteilt zu prüfen, ob und inwieweit Windkraftanlagen „Auf dem Scheid" sinnvoll und zulässig sind. Dabei wurden zwei Ziele angestrebt. Erstens sollte der AW-Kreis auf dem Weg zur 100 Prozent Erneuerbare Energie Region unterstützt werden. Zweitens sollten die Erträge aus den Windkraftanlagen an den AWB fließen, was Bürgern und Betrieben über sinkende Abfallentsorgungsgebühren zugute gekommen wäre.

Nach Machbarkeitsstudien und Anträgen, die auch der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD) sowie weiteren Fachbehörden vorgelegt wurden, kam es zu folgenden Ergebnissen: Bestimmte Standorte sind aufgrund von Natur- und Landschaftsschutzauflagen nicht genehmigungsfähig. Alternative Standorte sind wegen der Windhöffigkeit (Windertrag) nicht wirtschaftlich zu betreiben. Außerdem haben die an den „Scheid" angrenzenden Kommunen in ihrer Flächennutzungsplanung Mindestabstände der Windkraftanlagen von 1.000 Metern zu Bebauungsgebieten vorgesehen.

Und schließlich hat die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier als Aufsichtsbehörde grundsätzliche kommunalrechtliche Bedenken, dass der AWB die Anlagen selbst errichtet. Damit ist das Ziel, dass künftige Windkrafteinnahmen den Abfallgebühren zugute kommen, nicht umsetzbar.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 19.10.2012

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