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Ausländische Fachkräfte für deutschen Arbeitsmarkt anerkennen

Mit Beratung zur Integration: Neues Gesetz bei Regionaltreffen besprochen

Fast 20 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen haben einen Migrationshintergrund. 2,9 Millionen von ihnen besitzen einen Berufsabschluss, den sie im Ausland erworben haben. Wie lassen sich diese ausgebildeten Kräfte in den Arbeitsmarkt integrieren? „Die Beantwortung dieser Frage ist wegen des Fachkräftemangels auch für unsere mittelständisch geprägte Wirtschaft wichtig", sagt Landrat Dr. Jürgen Pföhler.

Deshalb arbeitet das „Regionaltreffen Integration" dieses Themenfeld im Kreis Ahrweiler auf. Am Tisch des jüngsten Treffens unter anderem: die Agentur für Arbeit, die Handwerkskammer, regionale Weiterbildungsträger, die Migrationsberatungsstelle und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Wer sich einen solchen ausländischen Abschluss in Deutschland anerkennen lassen wollte, musste bisher unübersichtliche und komplizierte Verfahren durchlaufen. In vielen Fällen war eine Anerkennung gar nicht möglich. So durften Ärzte bislang nur in Deutschland praktizieren, wenn sie die deutsche oder eine andere EU-Staatsangehörigkeit hatten. Um das zu ändern, trat am 1. April 2012 das Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BQFG), auch „Anerkennungsgesetz" genannt, in Kraft. Das Gesetz soll die Verfahren transparenter und einfacher gestalten. Das soll Fachkräften mit ausländischen Qualifikationen eine adäquate Beschäftigung auf dem hiesigen Arbeitsmarkt ermöglichen.

Die Umsetzung in die Praxis ist noch ein weiter Weg. Was ist zu tun? Rita Cackovic, Integrationsbeauftragte des Kreises Ahrweiler, lud die Akteure der Integrationsarbeit ein, um diese Frage zu erörtern. Ein wichtiger Ansatzpunkt kam zur Sprache: Eine qualifizierte Beratung müsse angeboten werden.

Hans-Peter Wilka und Nurhayat Canpolat vom regionalen Netzwerk „Integration durch Qualifizierung (IQ)" in Mainz berichteten über die aktuelle Umsetzung des Gesetzes. Die Neuregelung solle erreichen, dass Bewerber und Arbeitgeber einheitliche Bewertungen für berufliche Auslandsqualifikationen erhalten.

Cackovic: „Wir haben für den Kreis Ahrweiler das Regionaltreffen Integration installiert, um solche Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Zunächst ist für uns die Information wichtig, welche Anforderung an eine kompetente Anerkennungsberatung geknüpft sind."

Foto:
Integrationsbeauftragte Rita Cackovic (v.l.) mit Hans-Peter Wilka und Nurhan Canpolat vom IQ-Netzwerk Mainz mit weiteren Akteuren der Integrationsarbeit


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 23.11.2012

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