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Schulsozialarbeit dauerhaft sichern

Landrat Pföhler schreibt an Ministerinnen von der Leyen und Alt - Beratung an Grundschulen, Förderschulen und weiterführenden Schulen

Der Kreis Ahrweiler möchte die Finanzierung der Schulsozialarbeit über das Jahr 2013 hinaus dauerhaft sichern. Auf der Grundlage einer einstimmig beschlossenen Resolution des Kreistags hat sich Landrat Dr. Jürgen Pföhler an den Bund und an das Land Rheinland-Pfalz gewandt.

In den Schreiben an Bundessozialministerin Ursula von der Leyen und die rheinland-pfälzische Familienministerin Irene Alt betont Pföhler: Wegen der „desaströsen Haushaltssituation" der Kommunen sei der dauerhafte Fortbestand mehrerer Stellen und Projekte der Schulsozialarbeit „ernsthaft gefährdet", falls Bund und Land ihre Fördermittel streichen beziehungsweise kürzen.

Der Kreis Ahrweiler hat bereits eine Finanzierungslücke geschlossen, nachdem das Land seine Mittel gekürzt hat. Dazu stellt der Kreis Geld aus dem Bildungs- und Teilhabepakt des Bundes zur Verfügung. Drei Schulen erhalten 2013 insgesamt rund 56.000 Euro, damit die Stellen der Schulsozialarbeiter weiter finanziert werden können. Es handelt sich um die Realschule plus mit der Fachoberschule Adenau, die Realschule plus Erich-Kästner-Schule Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie die Realschule plus Remagen.

Über die Bundesmittel wurden mehrere Stellen von Schulsozialarbeitern geschaffen. Dazu hat der Jugendhilfeausschuss des Kreises Ahrweiler ein „sozialraum-orientiertes Konzept" verabschiedet. Dieses Konzept sieht vor, dass Schulsozialarbeiter alle Schularten - Grundschulen, Förderschulen und weiterführende Schulen ab Klasse 5 - auf Wunsch unterstützen und beraten. Konkret geht es um frühzeitige Hilfen für einzelne Schüler und deren Eltern.

Dieses Kreis-Konzept greift in den Schulen der Verbandsgemeinden Adenau, Altenahr, Bad Breisig, Brohltal sowie der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler und der Gemeinde Grafschaft. Die Schulen in den beiden Städten Sinzig und Remagen verfügen derzeit über anderweitige Unterstützungen. Beispiel: Das Haus der Offenen Tür Sinzig (HOT) bietet Hilfe an über das Projekt „Schulverweigerung - die zweite Chance".

Seit 1996 unterstützt der Kreis die Schulsozialarbeit an den Berufsbildenden Schulen Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Lehrer können häufig auftretende Probleme bei Schülern nicht mehr alleine lösen. Die Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe gewinnt immer mehr an Bedeutung. Bei der Schulsozialarbeit gehen sozialpädagogische Fachkräfte auf Schulleitung, Lehrer, Schüler sowie deren Eltern zu.

Unterdessen hat Ministerin Alt bereits auf die Initiative des Kreises geantwortet. Die Resolution des Kreistags bringe „das große fachliche und politische Engagement" des Kreises bei der Schulsozialarbeit zum Ausdruck, betont die Mainzer Ministerin und dankt „allen Beteiligten für die gute Arbeit in diesem wichtigen Arbeitsfeld". Zugleich kündigt Alt an, die Anhebung der Fördersätze für die Schulsozialarbeiterstellen auf die ursprüngliche Höhe werde Gegenstand der Beratungen zum rheinland-pfälzischen Doppelhaushalt 2014/2015 sein.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 08.02.2013

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