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Kinderschutz: Frühe Hilfen stärken

Netzwerke werden ausgebaut - Träger erhalten Bundesmittel - Angebote für junge Eltern

Die sozialen Hilfen beim Kinderschutz im Kreis Ahrweiler werden weiter ausgebaut. Eltern sollen bei der Erziehung und Gesundheitsförderung ihrer Kinder unterstützt werden - und zwar frühzeitig, bevor die Kinder Nachteile erleiden.

Über die Bundesinitiative „Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen" fließen 29.000 Euro an Fördermitteln des Bundes in den Kreis. Landrat Dr. Jürgen Pföhler begrüßt die Initiative: „Die gezielte Förderung von Kindern und Jugendlichen ist von herausragender Bedeutung." Das Geld komme über das Jugendamt der Kreisverwaltung mehreren Einrichtungen der Familienbildungsarbeit zugute.

Die Bundesinitiative ergibt sich aus dem neuen Bundeskinderschutzgesetz, das am 1. Januar 2012 in Kraft trat. Der Gesetzgeber verfolgt das Ziel, „Frühe Hilfen" zu verstetigen. Angebote richten sich beispielsweise an Eltern, die bereits während der Schwangerschaft unterstützt werden. Gesundheitsrisiken und Vernachlässigungen der Kinder gilt es zu vermeiden. Neu im Kinderschutzgesetz ist auch die Verpflichtung des Kreises als Jugendhilfeträger, werdenden Eltern Unterstützung anzubieten in Fragen der Partnerschaft und der elterlichen Erziehungskompetenz.

Die Netzwerke im Bereich der Frühen Hilfen werden auf- und ausgebaut. Dazu zählen der Einsatz von Familienhebammen sowie unterschiedliche Formen der ehrenamtlichen Stärkung von Familien. Die für die Umsetzung im AW-Kreis zur Verfügung stehenden jährlichen Bundesmittel - rund 29.000 Euro für 2013 - sind zunächst befristet bis 2015. Anschließend beabsichtigt der Bund, einen Fonds zur Sicherstellung der Frühen Netzwerke und der psychosozialen Unterstützung von Familien dauerhaft einzurichten.

Der Jugendhilfeausschuss des Kreises Ahrweiler hat eine Arbeitsgemeinschaft eingerichtet, die ein qualifiziertes und bedarfsgerechtes Gesamtkonzept „Familien in Bewegung" erstellt und umsetzt. Mitwirkende sind freie Träger der Jugendhilfe, deren Schwerpunkte in der Familienbildung und -orientierung liegen. Mehrere Projekte befinden sich in Planung und Umsetzung, beispielweise der Einsatz von Familienpaten, Elterntreffs, Angebote für junge Mütter, präventive Elterntrainings und ein geplantes Angebot für Eltern von Schreikindern.

Mit im Boot neben dem federführenden Kreisjugendamt sind

  • Caritas Geschäftsstelle Ahrweiler;
  • Caritas Diözese Trier, Fachberatung katholische Kindertagesstätten;
  • Deutscher Kinderschutzbund, Kreisverband Ahrweiler;
  • donum vitae, Kreisverband Ahrweiler;
  • Evangelischer Kirchenkreis, Fachberatung evangelische Kindertagesstätten;
  • Facharztpraxis Kinder- und Jugendpsychiatrie, Dr. Boeder, Adenau;
  • Gesundheitsamt;
  • Familienzentrum Adenau;
  • Katholische Familienbildungsstätte Bad Neuenahr-Ahrweiler;
  • Vertreter der „Modell-Kindertagesstätten", hier Katholischer Kindergarten Blandine-Merten-Haus, Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Die Beteiligten sind sich darin einig, die Frühen Hilfen nicht nur auf Kleinstkinder zu beschränken, sondern als niedrigschwellige, präventive Hilfen zu verstehen. Besondere Angebote soll es für die Kinder von psychisch kranken Eltern geben.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 03.05.2013

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