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Der U3-Ausbau bringt enorme Herausforderungen

Kindertagesst├Ątten: 15 Millionen Euro im AW-Kreis investiert - 57 neue Vollzeitstellen ben├Âtigt

Die Kindertagesst├Ątten im Kreis Ahrweiler bereiten sich weiter f├╝r die Aufnahme von Kindern unter drei Jahren (U3) vor. Der U3-Ausbau bringt enorme Herausforderungen: Die Einrichtungen brauchen mehr Fachkr├Ąfte und m├╝ssen konzeptionelle Anforderungen bew├Ąltigen, um die Qualit├Ąt der Betreuung sicherzustellen. Die Tr├Ąger - meist Kirchen und Kommunen - m├╝ssen ihre Tagesst├Ątten kleinkindgerecht ausbauen und ausstatten und das zus├Ątzliche Fachpersonal finden. Das alles erh├Âht die Kosten. Auch f├╝r den Kreis Ahrweiler, der f├╝r die Bedarfsplanung zust├Ąndig ist. In den U3-Ausbau flossen seit 2009 insgesamt zw├Âlf Millionen Euro. In einer Zwischenbilanz nennt die Kreisverwaltung weitere Fakten.

Seit 1. August 2013 haben Kinder der Altersstufe zwischen einem und zwei Jahren einen Rechtsanspruch auf Kindertagesbetreuung; den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz gibt es f├╝r die Zwei- bis Dreij├Ąhrigen in Rheinland-Pfalz bereits seit 1. August 2010.

Um den Rechtsanspruch der Einj├Ąhrigen umzusetzen, m├╝ssen vor allem die st├Ądtischen Regionen im AW-Kreis investieren. Kreisweit sollen seit Januar 2013 bis Sommer kommenden Jahres 30 zus├Ątzliche Gruppen mit rund 400 neuen U3-Pl├Ątzen entstehen. Trotz aller Anstrengungen kommt es in einigen F├Ąllen zu Verz├Âgerungen bei der Umsetzung von Bauvorhaben.

Die Kosten: Der Kreis, das Land Rheinland-Pfalz und der Bund f├Ârdern den U3-Ausbau. Die Kita-Tr├Ąger ├╝bernehmen die Kosten, die nach Abzug der Zusch├╝sse verbleiben. F├╝r den gesamten U3-Ausbau - zw├Âlf Millionen Euro seit 2009 - hat der Kreis 2,3 Millionen Euro F├Ârdergelder f├╝r bereits abgeschlossene oder in Umsetzung befindliche Bauma├čnahmen bewilligt. F├╝r noch anstehende Projekte rechnet der Kreis mit einem weiteren Zuschussbedarf von mindestens einer Million Euro aus Kreismitteln.

Dar├╝ber hinaus hat der Kreis f├╝r Sanierungs- und sonstige Bauma├čnahmen 1,3 Millionen ├╝bernommen (Gesamtkosten 3,9 Millionen Euro). Damit wurden und werden seit 2009 mehr als 15 Millionen Euro in den Ausbau und die Erhaltung der Kindertagesst├Ątten investiert.

Weit h├Âher schlagen auf Dauer die Personalkosten zu Buche, die mit dem U3-Ausbau einhergehen. Allein f├╝r die seit Januar 2013 bereits umgesetzten und noch geplanten Ma├čnahmen m├╝ssen kreisweit 57 neue Vollzeitstellen f├╝r Erzieherinnen und Erzieher geschaffen werden. Dies verursacht j├Ąhrliche Mehrkosten von 2,5 Millionen Euro, wovon der Kreis eine Million tr├Ągt. Eventuelle Tariferh├Âhungen sind darin noch nicht ber├╝cksichtigt.

Zum Vergleich: Die Gesamtpersonalkosten f├╝r alle 65 Kitas im Kreis betragen 2013 mehr als 28 Millionen Euro. Davon entfallen je nach Betreuungsform auf die Kommunen zwischen 5 und 15 Prozent und auf den Kreis zwischen 25 und 40 Prozent, sodass Kommunen und Kreis regelm├Ą├čig knapp die H├Ąlfte der Personalkosten tragen. Die andere H├Ąlfte der Kosten wird vom Land, den Eltern (Elternbeitr├Ąge) und den freien Tr├Ągern (meist Kirchen) finanziert. Der Kreisanteil an den Personalkosten bel├Ąuft sich auf rund zehn Millionen Euro.

Die Gewinnung von Fachkr├Ąften f├╝r die freien Stellen wird m├Âglicherweise die gr├Â├čten Probleme verursachen. Erzieherinnen und Erzieher sind nicht in ausreichendem Ma├če vorhanden. Ausgeschriebene Stellen k├Ânnen teilweise nicht oder nur mit Verz├Âgerung besetzt werden. Folglich k├Ânnen neue Angebote auch deshalb teilweise erst versp├Ątet an den Start gehen.

Fazit: Die neuen Angebote, die die Eltern von U3-Kindern nutzen k├Ânnen, stellen f├╝r alle Beteiligten einen enormen Kraftakt dar. Der Kreis Ahrweiler verfolgt weiterhin eine familienfreundliche Ausrichtung mit Blick auf den Ausbau und die Qualit├Ąt der U3-Betreuung.

 


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 13.09.2013

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