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Bahnlärm: AW-Kreis unterstützt Resolution

Online-Umfrage bis 3. Oktober - Bürger und Betriebe angesprochen

Der Kreis Ahrweiler unterstützt eine Resolution und eine Online-Umfrage gegen Bahnlärm im Mittelrheintal. Die Resolution, die von den betreffenden Landräten, Bürgermeistern, Kammern und Verbänden am 30. September in St. Goar offiziell unterzeichnet werden soll, richtet sich an die Europäische Kommission. Die Willensbekundung finde die Zustimmung aller im Kreistag Ahrweiler vertretenden politischen Parteien, erklärt Landrat Dr. Jürgen Pföhler.

Die EU-Kommission müsse die Forderung nach verbesserten Lärmschutzmaßnahmen umsetzen, heißt es in der Resolution. Dies gelte insbesondere für die Umrüstung von Bestandsgüterwagen mit Grauguss-Bremssohlen etwa auf Verbundstoff-Bremssohlen, die Einführung lärmabhängiger Trassenpreise sowie die Absenkung der Lärmgrenzwerte bei Neufahrzeugen.

Das stellenweise nur 130 Meter enge Mittelrheintal sei ein Nadelöhr in der europäischen Güterverkehrsachse von Rotterdam nach Norditalien, das täglich von fast 500 Zügen passiert werde. Studien des Umweltbundesamtes zufolge führe chronischer Bahnlärm bei den Anwohnern zu Gesundheitsgefahren wie Schlafstörungen, Stressreaktionen und Bluthochdruck. Wenn das Lärmproblem nicht gelöst werde, drohe außerdem der Verlust des Welterbetitels „Oberes Mittelrheintal", heißt es im Resolutionstext unter anderem.

Die Online-Umfrage zur „Lärmemission von Güterzügen in der Europäischen Union" läuft bis 3. Oktober. Angesprochen sind Bürger, Betriebe, Verbände und Behörden. Die EU will die Ergebnisse der Umfrage nutzen, um politische Prioritäten zum Schienenlärm festzulegen. Der deutsche Text befindet sich auf der Internetseite der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord unter www.sgdnord.rlp.de/aufgaben/projektgruppe-welterbe-oberes-mittelrheintal/download.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 20.09.2013

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