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„Solche Szenarien immer wieder durchspielen“

Katastrophenschutzübung: Technische Einsatzleitung koordiniert 230 Rettungskräfte am Rhein - Hilfe der Bundeswehr unerlässlich

Ein extremes Rheinhochwasser bildete den Ausgangspunkt des Planspiels, bei dem die Katastrophenschützer in Rheinland-Pfalz ihre Zusammenarbeit testeten und die Arbeit an Simulationssystemen probten. Auch im Kreis Ahrweiler. Bei der Landesübung „Starke Nachbarn 2013" spielte die Technische Einsatzleitung (TEL) des Kreises durch, wie die Arbeit von 230 Rettungskräften zwischen Brohl und Rolandswerth zu koordinieren wäre.

„Wir alle hoffen, von solch einer Schadenslage verschont zu bleiben", sagte Landrat Dr. Jürgen Pföhler den Mitgliedern der TEL-Übung in der Kreisverwaltung. Dennoch müsse man für Ernstfälle gerüstet sein. Deshalb sei es wichtig, solche Szenarien immer wieder durchzuspielen und zu üben. Mit Blick auf TEL-Leiter Michael Zimmermann, der zugleich stellvertretender Kreisfeuerwehrinspekteur ist, und die Vertreter von Feuerwehr, Deutschem Roten Kreuz, Technischem Hilfswerk, Bundeswehr und Polizei meinte der Landrat: „Die Menschen im Kreis Ahrweiler wissen, dass sie sich auf unsere Katastrophenschützer verlassen können."

Die gedachte Ausgangslage: Beim Rheinhochwasser mit einem Pegelstand von bis zu 10,80 Meter in Koblenz - höher als das Jahrhunderthochwasser von 1993 - muss die Stadt Ludwigshafen mit 167.000 Menschen komplett evakuiert werden. Ein Gefahrgutunfall in der Chemie-Stadt erschwert die Lage zusätzlich. Die Landkreise und Städte bereiten sich darauf vor, die Bevölkerung aufzunehmen - „Starke Nachbarn" eben. Darüber hinaus entwickelt sich im Kreis Ahrweiler eine dramatische Lage: Der Rhein überflutet Orte, Straßen und Bahnlinien. Strom, Gas, Wasser, Abwasser und das Telefonfestnetz fallen teilweise aus.

TEL-Leiter Zimmermann hielt die Fäden bei der zweitägigen Theorieübung in der Hand. Am Einsatztagebuch, das über Beamer für alle Teilnehmer sichtbar war, erläuterte er die aktuellen Sachstände. Anschließend sprach er von einer „ruhigen und konzentrierten Arbeit über alle Organisations- und Sachgebietsgrenzen hinweg". Sämtliche Elemente der Übung standen nach den Worten Zimmermanns unter dem Blickwinkel der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit. Denn bei einem Hochwasser dieser Größenordnung sei die Hilfe der Bundeswehr unerlässlich.

Zur TEL: Sie unterstützt den Einsatzleiter bei Ereignissen größeren Umfangs, die eine Koordination und Anordnung verschiedener Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen erfordern. Sie ist nach Einsatzgebieten gegliedert, in denen einzelne Aufgaben zu erfüllen sind, beispielsweise Lagebeurteilung, Versorgung, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.

Foto:

Einsatztagebuch an der Wand, Laptops auf den Tischen: Michael Zimmermann (stehend rechts) erläutert die Abläufe der TEL-Übung, Dr. Jürgen Pföhler (stehend links) weiß den Katastrophenschutz in guten Händen.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 27.09.2013

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