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Neue Werkstätten für Behinderte in Bad Neuenahr-Ahrweiler und Adenau

Sechs Millionen Euro Investitionen - Erheblich mehr psychisch Kranke - Teilhabeplan des Kreises formuliert Ziele der Behindertenpolitik

Der Kreis Ahrweiler baut die Behindertenhilfe weiter aus. In Bad Neuenahr-Ahrweiler und Adenau werden neue Werkstätten für behinderte Menschen errichtet. In beide Projekte fließen insgesamt sechs Millionen Euro an Investitionen. Träger ist die St. Raphael Caritas Alten- und Behindertenhilfe GmbH. Das hat Landrat Dr. Jürgen Pföhler im Kreis- und Umweltausschuss berichtet. „Behindertenhilfe soll so weit wie möglich zu den Menschen kommen", sagte er dem politischen Gremium.

Die Einzelheiten: Die beiden zusätzlichen Werkstätten entstehen, weil die bisher einzige Einrichtung im Kreisgebiet, die Behindertenwerkstatt in Sinzig, mit mehr als 300 Beschäftigten überbelegt ist. Für die neue Werkstatt in der Kreisstadt sind 60 Plätze vorgesehen; Baubeginn soll im Frühjahr 2014 sein. In Adenau entstehen 40 Plätze plus zehn Plätze in der angegliederten Tagesförderstätte, Baubeginn Anfang 2015.

Der „Sozialraum Adenau" bildet einen regionalen Schwerpunkt des kreisweiten Teilhabeplans. Im Westen des Kreisgebiets mit den Verbandsgemeinden (VG) Adenau sowie Teilen der VGs Brohltal und Altenahr sollen mehr Leistungsangebote der Behindertenhilfe angesiedelt werden. In erster Linie sollen den dortigen Menschen die Wege etwa nach Bad Neuenahr-Ahrweiler und zur Behindertenwerkstatt nach Mayen erspart bleiben. Der Teilhabeplan des AW-Kreises formuliert grundsätzliche Ziele der Behindertenpolitik. Ein Beispiel ist das selbstständige und beschützte Wohnen von behinderten Menschen.

Konkret besteht das Projekt „Sozialraum Adenau" aus vier Bausteinen:

  • Werkstatt für behinderte Menschen mit angeschlossener Tagesförderstätte;
  • gemeindepsychiatrisches Betreuungszentrum für psychisch erkrankte Menschen, das sich im ehemaligen Hotel „Eifeler Hof" in der Stadtmitte Adenau befindet;
  • Wohnangebot für Schwerstmehrfachbehinderte in Antweiler; als Baubeginn für die zwölf Appartements ist das kommende Jahr anvisiert;
  • neues Teilhabezentrum für behinderte und pflegebedürftige Menschen in Adenau, das im März 2013 eröffnet wurde.

Der Ausblick: Der Kreis Ahrweiler rechnet mit erheblichen Zuwächsen vor allem psychisch erkrankter Menschen, die in das bestehende Versorgungssystem integriert werden müssen. Insgesamt, so die Prognosen, wird die Anzahl von Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen weiter steigen.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 18.11.2013

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