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Keine Betreuungslücken bei Integration in Arbeitsmarkt

Jugendhilfeverein startet zwei neue Projekte - Kreis stellt Fakten zum HoT Sinzig klar

Das Haus der offenen Tür (HoT), eine Jugendeinrichtung in Trägerschaft der Katholischen Kirchengemeinde St. Peter in Sinzig, hat sich wegen der Fortführung zweier Projekte an die Öffentlichkeit gewandt. Dazu stellt die Kreisverwaltung einige wesentliche Fakten klar.

Zum Jahresende 2013 laufen zwei HoT-Projekte aus: die „Kompetenzagentur" und „Schulverweigerer - Die zweite Chance". Grund: Beide Projekte sind bis Ende 2013 befristet, was bereits seit mehr als einem Jahr feststeht. Diese Projekte wurden vom Bund als Modellprojekte sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.

Wie geht es weiter? Der Jugendhilfeverein für den Kreis Ahrweiler (JHV) startet im Januar 2014 zwei neue Projekte zur Integration junger Hartz IV-Empfänger in den Arbeitsmarkt. Damit wird sichergestellt, dass im Kreisgebiet keine Betreuungslücken entstehen, wenn zwei Projekte des HoT Sinzig zum Jahresende 2013 auslaufen. Entsprechende Befürchtungen von Jugendlichen, die bisher im HoT betreut wurden, seien daher unbegründet, betont die Kreisverwaltung.

Die beiden neuen JHV-Projekte können junge Menschen aufnehmen, die von 4,5 Fachkräften betreut werden. Das JHV-Projekt „Fit für den Job" setzt an bei der Berufsorientierung, der Berufswahl und der Vermittlung von Schlüsselkompetenzen. Das Projekt „Globus" verfolgt unter anderem das Ziel, einen möglichst hohen Anteil der Teilnehmer in reguläre Ausbildungsverhältnisse zu vermitteln. Der JHV hat sich mit diesen selbst entwickelten Förderprojekten beworben und den Zuschlag mit Finanzierungszusage aus Mitteln des Landes und des Europäischen Sozialfonds erhalten.

Im Übrigen gibt es eine breite Palette von Angeboten durch Jobcenter, Berufsberatung und sonstige Träger bei den Hilfen zur Eingliederung in Schulen, Ausbildung, Beruf und zur sozialen Integration. Hier stehen aktuell mehr als 100 Plätze und darüber hinaus mehrere Beratungsangebote verschiedener Träger zur Verfügung.

Die Kreisverwaltung bedauert, dass das HoT die Fortführung seiner auslaufenden Projektarbeiten für 2014 nicht sichergestellt hat. Das Jobcenter hat das HoT mehrfach auf entsprechende wertige, neu ausgeschriebene Förderprojekte aufmerksam gemacht und gebeten, das HoT möge sich mit eigener Konzeption bewerben.

Demgegenüber hat der Jugendhilfeverein sich rechtzeitig mit selbst entwickelten Förderprojekten zur Integration von jungen Menschen in den Arbeitsmarkt beworben und den Zuschlag für diese Projekte mit Finanzierungszusage aus Mitteln des Landes und des Europäischen Sozialfonds erhalten.

Wie sind die Perspektiven für Förderprogramme 2014? Der Katholischen Kirchengemeinde St. Peter als Träger des HoT steht es frei, die bisherigen Maßnahmen mit eigenen Mitteln fortzuführen. Das HoT hat für ein mögliches Nachfolgeprogramm Interesse angemeldet; es handelt sich um die Teilnahme an einem gemeinsam vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung konzipierten Modellprogramm „Jugend stärken im Quartier". Ob überhaupt und wann es stattfindet, ist zurzeit jedoch ungewiss, unter anderem weil dafür Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds zur Verfügung stehen müssen. Ferner bleibt abzuwarten, ob der Kreis hierfür überhaupt infrage kommt.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 27.11.2013

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