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Trinkwasserverunreinigung noch nicht behoben

Die Trinkwasserverunreinigung, die die Gemeinde Grafschaft und die östlichen Stadtgebiete von Bad Neuenahr-Ahrweiler betrifft, ist noch nicht behoben. Von mehr als 50 vorläufigen Probeergebnissen am Donnerstagnachmittag (11. September) überschritten drei die zulässigen Grenzwerte. Sobald das Abkochgebot aufgehoben werden kann, meldet die Kreisverwaltung dies unverzüglich. Der Gesundheitsschutz der Bevölkerung habe weiterhin oberste Priorität.

Eine der wahrscheinlichen Ursachen für die Verunreinigung in Teilen der Gemeinde Grafschaft und den östlichen Stadtgebieten von Bad Neuenahr-Ahrweiler ist ein Belüftungsschacht. Der Schacht befindet sich an der 12 Kilometer langen Transportleitung aus Wachtberg in das Gebiet. Bei dieser Verunreinigung handelt es sich „mit hoher Wahrscheinlichkeit", so der Trinkwasser-Experte Prof. Dr. med. Martin Exner vom Hygiene-Institut der Universität Bonn, um eine Kontamination durch fäkal belastetes Niederschlagswasser von landwirtschaftlich genutzten Flächen. Dieses Wasser sei in den Belüftungsschacht eingedrungen. Der Wasserstand im Schacht sei vorübergehend so hoch gewesen, dass Belüftungsventile und Verbindungsstücke der Leitung unter Wasser standen, so Exner. Der Schacht wurde sofort freigepumpt, gereinigt, desinfiziert und abgedichtet. Alle weiteren Schächte entlang der Leitung wurden ebenfalls kontrolliert und vorsorglich desinfiziert. Das Gesundheitsamt war vor Ort und hat die Wasserversorger angewiesen, die Schächte weiterhin zu überprüfen.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 11.09.2014

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