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Kreis will Preise für Altpapier selber nutzen

Abfallwirtschaft: Vertrag mit Remondis endet 2015 - Müllgebühren stabil halten

Der Kreis Ahrweiler wird das Altpapier ab 1. Januar 2016 zunächst für zwei Jahre selbst einsammeln. Das hat der Werksausschuss des Abfallwirtschaftsbetriebs Kreis Ahrweiler (AWB) beschlossen.

Der AWB rechnet durch die Eigensammlung des Altpapiers mit Einsparungen von jährlich rund 335.000 Euro. „Die Eigensammlung des Altpapiers soll ein Baustein werden, um die Abfallwirtschaftsgebühren auch in den kommenden Jahren stabil zu halten - und das bei gleichem Bürgerservice", sagte Landrat Dr. Jürgen Pföhler dem Werksausschuss. Die aktuellen Gebühren liegen auf dem Stand des Jahres 2000.

Bisher sammelt das Unternehmen Remondis das Altpapier ein und verkauft es am Markt. Der Entsorgungs- und Verwertungsvertrag mit Remondis endet zum 31. Dezember 2015. „Der Altpapiermarkt ist wirtschaftlich lukrativ, das wollen wir im Interesse der Gebührenzahler nutzen", so Pföhler.

Zugleich reagiert der AWB auf die veränderte Marktsituation im Abfallsammelsegment. Seit mehreren Jahren ist auf Entsorgerseite eine starke räumliche Konzentration zu beobachten. Wo früher drei oder vier Firmen um die Abfallsammlung im AW-Kreis konkurrierten, ist heute nur noch der größte deutsche Entsorger übriggeblieben - Remondis. Dieses Unternehmen soll weiterhin bis Ende 2017 für Restabfall, Bioabfall und Sperrmüll im Kreis Ahrweiler zuständig bleiben.

Bisher sind die Papiersammlung und die Papierverwertung per Saldo mit 240.000 Euro jährlich defizitär. Das Einsammeln von Papier, Pappe und Kartonage ist teurer, als das Material aufgrund der jetzigen Vertragsbedingungen einbringt. Das soll sich ab 2016 ändern.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 11.11.2014

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