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Bahnbetriebswerk Kreuzberg: Kreis geht nicht in Berufung

 

Bei der Unterschutzstellung des Bahnbetriebswerks Kreuzberg geht die Kreisverwaltung Ahrweiler nicht in Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Koblenz, wonach die Unterschutzstellung nicht an die Deutsche Bahn AG, sondern an das Bundeseisenbahnvermögen, also die Bundesrepublik Deutschland zu richten sei.

 

Bei dem gesamten Unterschutzstellungsverfahren gilt es zwei Bereiche zu unterscheiden: erstens die Einzeldenkmäler mit rund 14.000 Quadratmetern und zweitens die Gesamtanlage als Denkmalzone mit rund 110.000 Quadratmetern Fläche.

 

Die Einzeldenkmäler, auf die sich das Urteil des Koblenzer Verwaltungsgerichts bezieht, bestehen aus Empfangsgebäude mit Stellwerkhaus sowie Ringlokschuppen mit Drehscheibenstandort und anschließenden Zufahrtsgleisen. Hierzu hat das Gericht nach Ansicht der Kreisverwaltung das Bundeseisenbahn-Neugliederungsgesetz "äußerst formal ausgelegt". In einem vergleichbaren Fall vertrete ein Verwaltungsgericht in Nordrhein-Westfalen die gleiche Rechtsauffassung wie die Kreisverwaltung Ahrweiler. Die Kreisverwaltung als Untere Denkmalschutzbehörde will dennoch nicht in Berufung gehen, weil das neue Verfahren bis zu einem Jahr dauern könne.

 

Vielmehr will der Kreis die Zeit nutzen und eine neue Einzelunterschutzstellung mit sofortiger Vollziehung gegen den vom Gericht bezeichneten Adressaten einleiten, nämlich die Bundesrepublik Deutschland/Bundeseisenbahnvermögen.

 

Dessen ungeachtet läuft derzeit das Verfahren für die Rechtsverordnung zur Unterschutzstellung des Bahnbetriebswerks als Denkmalzone wie vom Kreis geplant weiter. Diese 110.000 Quadratmeter umfassende Denkmalzone betrifft alle Gleis- und Nebenanlagen wie Weichen, Laderampen, Prellbock, Pumpenhaus, Hochbehälter, Fundamente ehemaliger Anlagen und weitere betriebliche Einrichtungen.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 15.01.1998

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