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Wohin mit dem Marder? Gartenbesitzer in der Jagd-Falle

Vorsicht vor verbotener JagdausĂŒbung - VergrĂ€mungsmittel und Hochfrequenz-Technik erhĂ€ltlich

Wenn ein Marder in der Lebendfalle sitzt, die im heimischen Garten aufgestellt wurde, steht der Fallensteller vor der Frage: Wohin mit dem Tier? Damit Haus- und Autobesitzer nicht wegen verbotener JagdausĂŒbung mit dem Gesetz in Konflikt geraten, rĂ€t die Kreisverwaltung Ahrweiler: Man sollte solche ungebetenen GĂ€ste besser versuchen zu verscheuchen, zu vergrĂ€men.

Viele Haus- und Autobesitzer kennen das Problem: Ein Marder nimmt den Dachboden als Behausung zur Aufzucht seiner Jungen in Beschlag oder tobt sich im Motorraum von Deutschlands liebstem Kind aus und verursacht dabei manchmal enorme SchÀden.

Einige verzweifelte Betroffene versuchen dem hartnĂ€ckigen Störenfried mit dem Aufstellen von Lebendfallen entgegenzutreten. SpĂ€testens aber, wenn tatsĂ€chlich ein Tier in die Falle getappt ist, sieht sich der Fallensteller mit der schwierigen Frage konfrontiert: Wohin mit dem Tier? Dann ruft er in seiner Not vielleicht den fĂŒr seinen Bereich zustĂ€ndigen JagdpĂ€chter zu Hilfe. So geschehen jĂŒngst in der Gemeinde Grafschaft, wo jedoch zur Überraschung des Hausbesitzers anstatt eines Marders ein ausgewachsener WaschbĂ€r in der Falle saß.

In solchen Situationen wird der JĂ€ger den sicherlich „in Notwehr" handelnden Betroffenen darĂŒber aufklĂ€ren mĂŒssen, dass er sich mit dem Fangen des Tieres der Jagdwilderei schuldig gemacht hat. Denn auch mit dem Aufstellen von Fallen wird die Jagd ausgeĂŒbt. Und dies ist nur den dazu berechtigten JagdpĂ€chtern oder dem Besitzer eines eigenen Jagdbezirks erlaubt.

Hinzu kommt: Die Fangeinrichtungen werden meist innerhalb der Ortsbebauung beziehungsweise auf dem eigenen GrundstĂŒck oder direkt im Haus aufgestellt. Dort, im sogenannten „befriedeten Bezirk", ist die AusĂŒbung der Jagd ohnehin verboten. Nur JagdausĂŒbungsberechtigten ist es erlaubt, dort Lebendfallen aufstellen. FĂŒr die meisten Tierarten, darunter auch fĂŒr Marder, gelten Schonzeiten, die dem Laien oftmals nicht bekannt sind und innerhalb derer die Tiere nicht bejagt werden dĂŒrfen. Außerdem ist der generelle Schutz von Jung- und Elterntieren in der Aufzuchtzeit zu beachten.

Um nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten, bleibt dem betroffenen Haus- oder Autobesitzer deshalb nichts anderes ĂŒbrig: Er muss versuchen, dem ungebetenen Gast seinen Aufenthalt in Haus oder Fahrzeug so unangenehm wie möglich zu machen. DafĂŒr hĂ€lt der Handel verschiedene „VergrĂ€mungsmittel" bereit, von starkriechenden Bitterstoffen ĂŒber die chemische Keule bis zu technischen Hilfsmitteln, beispielsweise GerĂ€te, die hochfrequente Töne aussenden oder leichte Elektroschocks abgeben.

Sobald das Tier dadurch verscheucht worden ist und sich der Hausbesitzer davon ĂŒberzeugt hat, dass sich kein Tier mehr in den heimgesuchten RĂ€umlichkeiten befindet, sollten die Schlupflöcher ausfindig gemacht und „marderfest" verschlossen werden, damit der Störenfried sich sein Refugium nicht wieder zurĂŒckerobern kann. Denn der Marder liebt seinen Unterschlupf und gibt ihn nur Ă€ußerst ungern auf.

Mehr Infos zum Jagdwesen: www.kreis-ahrweiler.de, BĂŒrgerservice, Ordnungswesen, Waffen & Jagd.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 24.07.2015

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