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Der Nazi-Opfer gedenken

Landrat erinnert - 27. Januar zentraler Gedenktag

 

An die Opfer des Nationalsozialismus erinnert Landrat Joachim Weiler anl├Ą├člich des 27. Januar, des von Bundespr├Ąsident Roman Herzog erkl├Ąrten bundesweiten Gedenktages. Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz befreit. W├Ąhrend der NS-Zeit von 1933 bis 1945 wurden auch im Kreis Ahrweiler zahlreiche Menschen aus politischen, religi├Âsen, rassischen und sonstigen Gr├╝nden verfolgt, entrechtet, ihrer Menschenw├╝rde beraubt, inhaftiert, verschleppt und ermordet.

Mehrere Gedenktafeln im AW-Kreis erinnern nach den Worten Weilers "an das Furchtbare, das den Verfolgten zugef├╝gt wurde, und mahnen die Lebenden zur Verantwortung f├╝r eine menschenw├╝rdige Zukunft." F├╝r alle Opfer des Nationalsozialismus wurde am 3. Juli 1989 im historischen Altgeb├Ąude der Kreisverwaltung eine Gedenktafel enth├╝llt. Mit ihr will der Kreis Ahrweiler ein Zeichen der Erinnerung und Vers├Âhnung setzen. Die Inschrift lautet: "Den Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zum Gedenken. Der Landkreis Ahrweiler."

Weitere Gedenktafeln und -steine befinden sich im Kreis Ahrweiler an folgenden Orten: in Ahrweiler an der ehemaligen Synagoge und auf dem j├╝dischen Friedhof; in Bad Neuenahr am Standort der zerst├Ârten Synagoge und auf dem j├╝dischen Friedhof; in Dernau zum Gedenken an das ehemalige KZ-Au├čenlager an einer Weinbergsmauer; in Niederzissen auf dem j├╝dischen Friedhof; in Remagen gegen├╝ber dem Standort der zerst├Ârten Synagoge; in Sinzig am Standort des abgerissenen Betsaals und auf dem j├╝dischen Friedhof; in Wassenach am Grab von Dechant Josef Zilliken.

Einige historische Beispiele, die den Kreis Ahrweiler betreffen: Der ehemalige Landrat des aufgel├Âsten Kreises Adenau, Dr. Erich Klausener, wurde 1934 in seinem Dienstzimmer in Berlin von einem SS-Mann erschossen. Fast 50 Priester aus dem Kreis Ahrweiler wurden mit staatspolizeilichen Ma├čnahmen und Strafen belegt. Im Konzentrationslager Dachau starb 1942 Dechant Josef Zilliken aus Wassenach.

Auch im Kreis Ahrweiler mu├čten Menschen verschiedener Nationen, die verschleppt worden waren, Zwangsarbeit leisten. Dazu geh├Ârten unter anderem die H├Ąftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald im Au├čenkommando Dernau. Die im Kreisgebiet lebenden Juden mu├čten alle Stufen nationalsozialistischer Verfolgung erleiden. Wenn ihnen die Auswanderung nicht mehr gelang, verlieren sich ihre Spuren nach der Deportation im Jahre 1942 in den Konzentrations- und Vernichtungslagern des Ostens. Auch in Auschwitz wurden Juden aus dem Kreis Ahrweiler ermordet. - Weitere Fakten und Personennamen nennt das von der Kreisverwaltung herausgegebene Buch "Der Kreis Ahrweiler unter dem Hakenkreuz".


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 22.01.1998

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