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Ärger mit Sperrmüll wird immer drastischer

Der AWB kündigt neue Informationsoffensive an

 

Die korrekte Entsorgung des Sperrmülls bei den regelmäßigen Abholterminen bereitet den Verantwortlichen des Abfallwirtschaftsbetriebs Kreis Ahrweiler (AWB) immer größere Sorgen.

AWB-Werkleiter Walter Reichling hat zwei Arten von Müllsündern ausgemacht: "Trittbrettfahrer", die ihre eigenen Abfälle vor fremde Haustüren postieren, sowie Bürger, die wissentlich oder aus Unkenntnis Abfälle rausstellen, die nicht zum Sperrmüll gehören. Die Folgen: Nach einer Sperrmüllsammlung müssen Abfallbesitzer ihren Müll wieder zurückholen - oder Arbeiter der Kommunen und Reinigungskolonnen sammeln den herrenlosen Unrat ein.

"Die Zustände werden immer unzumutbarer und sind mit Ärger und Kosten verbunden", klagt Reichling. Im Sperrmüll landeten zunehmend Hausmüll in Säcken und Kartons, Altreifen, Bauabfälle wie Fenster, Türen und WC-Becken oder sogar Problem- und Sonderabfälle sowie Kühl- und Gefriergeräte. Dies alles gehört nach den Worten Reichlings nicht zum Sperrmüll, weil der Kreis Ahrweiler dafür getrennte Entsorgungswege anbietet. Außerdem gefährde unbeaufsichtigt am Straßenrand abgestellter Sondermüll spielende Kinder. Der AWB will "zunächst mit verstärkter Aufklärungsarbeit versuchen, diese Unsitten zu unterbinden." Dazu kündigt Reichling die Verteilung von Aufklebern und Handzetteln an sowie die persönliche Beratung des AWB vor Ort.

Die AWB-Abfallberater sind im ersten Halbjahr 1998 an verschiedenen Sperrmüll-Brennpunkten präsent. Dabei erklären sie den Abfallbesitzern die richtige Handhabe mit dem Müll und die Trennung wiederverwertbarer sperriger Abfälle wie Metall und Holz. Sperrmüll wird zweimal jährlich kostenlos entsorgt. Dazu zählen nur aus der Wohnung stammende Gegenstände, die zu groß und schwer für die Abfallbehälter sind: beispielsweise Matratzen, Möbel, Teppiche, Öfen oder Koffer. Nicht mehr zum Sperrmüll gehören seit Jahresbeginn auch Elektrogeräte aus Küche und Bad sowie Geräte der Unterhaltungselektronik (Fernseher, CD-Payer, Radio, Computer, Bildschirme). Diese werden über den Elektro-Fachhandel entsorgt und wiederverwertet.

Die Sperrmüllberge im AW-Kreis werden Jahr für Jahr höher, wie ein Blick in die Statistik verrät: Während sie 1995 noch knapp unter 4.000 Tonnen lagen, stieg die Menge 1996 auf 4.101 Tonnen und 1997 auf 4.428 Tonnen. AWB-Werkleiter Reichling ist allerdings zuversichtlich, daß die jetzt anlaufende neue Informationsoffensive mit den AWB-Abfallberatern erfolgreich verläuft und die Situation verbessert. - Wer weitere Fragen zur Sperrmüllsammlung hat, sollte sich unter dem gebührenfreien Ruf 0130/858 858 informieren oder im Abfallratgeber 1998 nachsehen, der jedem Haushalt zugestellt wurde (Seiten 4 bis 6 sowie 22 und 23).


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 22.01.1998

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