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Freiheitsbaum weist voraus aufs 200-Jahre-Fest

Ahrweiler Freiheitswochen eröffnet - Landrat: „Authentische Orte der Geschichte“

„Freiheit ist das Leitprinzip und das Fundament unserer Verfassung, unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Das Eintreten hierfür ist heute vielleicht wichtiger denn je. Mit den Ahrweiler Freiheitswochen hat dieses bedeutende Thema jetzt Gestalt, Form und Inhalt." Mit diesen Worten richtete sich Landrat Dr. Jürgen Pföhler an die Initiatoren und Gäste bei der Eröffnung der „1. Ahrweiler Freiheitswochen". Der Kreis unterstütze den Förderverein Ahrweiler Freiheitswochen und sei Gründungsmitglied.

Der Kreis Ahrweiler verfüge über historisch sehr bedeutende Orte. Zusammen ergäben sie ein Alleinstellungsmerkmal, das in ganz Deutschland einmalig sei und das mit der Idee der Ahrweiler Freiheitswochen aufgegriffen werde, so Pföhler.

Prominenteste Symbole mit internationaler Bekanntheit seien die Brücke von Remagen und der ehemalige Regierungsbunker im Ahrtal. Auch der Bahnhof Ahrweiler - hier kamen 1989 die ersten Sonderzüge mit geflüchteten Bürgern aus der DDR an - reihe sich ein „in Orte, die Geschichte vermitteln und Menschen auffordern, sich mit Themen wie Freiheit und Toleranz auseinanderzusetzen", betonte der Landrat weiter. Diese authentischen Orte und vor allem ihre räumliche Dichte seien die exzellente Möglichkeit, ein zukunftsweisendes Veranstaltungskonzept im Kreisgebiet umzusetzen.

Als symbolträchtiges Geschenk des Kreises kündigte der Landrat die Stiftung eines Baumes an, der vor der Dokumentationsstätte Regierungsbunker gepflanzt werde - eines Ginkobaums. Von der Französischen Revolution inspiriert, sei die Mode der Freiheitsbäume vor rund 200 Jahren nach Deutschland gekommen, in einer Epoche, in die auch die Geburtsstunde des Kreises Ahrweiler falle (1816). Beim Festwochenende zum 200-jährigen Kreisjubiläum im kommenden Mai lasse sich der Freiheitsgedanke der Französischen Revolution nochmals aufgreifen. Außerdem zähle der Gingko, der in Asien als Heilpflanze geschätzt werde, zu den ältesten und widerstandsfähigsten Baumarten der Erde. Pföhler: „Es heißt, er könne über 1.000 Jahre alt werden."


© Kreisverwaltung Ahrweiler - 07.03.2016

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