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Erneuerbare Energien in AW weiter auf dem Vormarsch

Statusbericht vorgelegt: Heizenergie-Verbrauch an Kreis-Schulen auf niedrigstem Wert - 2.500 Solaranlagen

Die Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien (EE) - haupts├Ąchlich Solarenergie, Biomasse und Windkraft - steigt im Kreis Ahrweiler weiter an. Im Jahr 2015 lag der EE-Anteil bei 73,3 Millionen Kilowattstunden (kWh), was 12,7 Prozent bezogen auf den gesamten Stromverbrauch aller Privathaushalte und Betriebe ausmacht. Das sind, obwohl der Gesamtstromverbrauch im gleichen Zeitraum ebenfalls leicht gestiegen ist, 0,7 Prozent mehr als 2014, als der EE-Anteil 67,1 Millionen kWh betrug.  

Diese Zahlen stehen im neuen Statusbericht ÔÇ×Die Energiewende im Kreis Ahrweiler", den Landrat Dr. J├╝rgen Pf├Âhler jetzt dem Kreis- und Umweltausschuss vorgelegt hat. Der Kreistag hat 2011 beschlossen, dass der Kreis seinen Beitrag zur Energiewende leistet. Demnach soll die ben├Âtigte Energie langfristig vollst├Ąndig aus regenerativen Quellen gewonnen werden. Das erste Ziel lautet, den Strombedarf bis 2030 bilanziell zu 100 Prozent aus der EE zu decken.  

Erfreulich sei, ÔÇ×dass die vielen Ma├čnahmen von Privaten, Kommunen und dem Kreis greifen", sagte Pf├Âhler dem politischen Ausschuss. ÔÇ×Wir kommen gut voran, wobei noch ein langer Weg vor uns liegt, weil wir die gro├čen Rahmenbedingungen von EU, Bund und Land nicht beeinflussen k├Ânnen." Gr├Â├čte Fortschritte gebe es bei der Solarenergie und der Biomasse. 

> Die Ertr├Ąge aus Solarenergie stiegen seit 2007, dem Erfassungszeitraum der Statusberichte, um 850 Prozent, also das 8,5-Fache. Die kreisweite Sonnenstromproduktion 2015 betrug 28,9 Millionen kWh (27,4 Mio. in 2014, 3,0 Mio. in 2007). Kreisweit werden rund 2.500 Solaranlagen nach den EE-Gesetz betrieben. 

> Bei der Verstromung von Biomasse weist die Statistik 13,7 Mio. kWh f├╝r 2015 aus (10,2 Mio. in 2014 und 0,5 Mio in 2007). 

> Den gr├Â├čten Anteil leistet Windenergie mit 30,3 Mio. kWh in 2015 (29,2 in 2014, 3,7 Mio. in 2007).  

> Untergeordnete Rollen spielen Deponiegas (0,23 Mio kWh) und Wasserkraft (0,14 Mio), jeweils 2015.  

Zentrale Aktivit├Ąt des Kreises war 2015 die Mitwirkung beim Forschungsprojekt EnAHRgie. Das bundesweite Modellvorhaben untersucht die Umsetzung der Energiewende in der Region und erarbeitet mit allen regionalen Akteuren unter wissenschaftlicher Begleitung ein Energiekonzept f├╝r den Kreis. Die unterschiedlichen Interessen werden in gro├čen Runden Tischen geb├╝ndelt, um eine m├Âglichst breite Akzeptanz und fundierte Wissensbasis zu schaffen. Im September 2016 hat der Kreis- und Umweltausschuss den Status-Quo-Bericht besprochen.

Der Kreis selbst setzt bei seinen eigenen Geb├Ąuden (Kreis-Schulen und das Geb├Ąude der Kreisverwaltung) auf eine Doppelstrategie: Ausbau der EE einerseits und Energieeinsparung andererseits. Beispiele hierzu: 

LED stoppt Stromverbrauch

> Beim Energiemanagement steht die Ausstattung mit LED-Beleuchtung oben auf der Agenda. Die LED-Technik - in diesem Jahr wurde die Sporthalle des Peter-Joerres-Gymnasiums auf LED umger├╝stet - hat den Trend des steigenden Stromverbrauchs gestoppt.  

> An den kreiseigenen Schulen werden seit mehreren Jahren w├Ąrmed├Ąmmende Fassaden und Fenster sowie energiesparende Heizungen eingebaut. Die Folge: Der durchschnittliche Heizenergieverbrauch lag 2015 bei 65 kWh pro Quadratmeter. Das ist der niedrigste Wert seit Einf├╝hrung des Energiecontrollings im Jahr 2001.  

> Das F├Ârderprogramm des Kreises f├╝r den L├Ąndlichen Raum schlie├čt auch Energiesparma├čnahmen ein. 2016 wurden zwei weitere Projekte bezuschusst: die Stra├čenbeleuchtungen der Ortsgemeinden Dankerath und Meuspath.  

> Die Umweltlernschule plus am Abfallwirtschaftszentrum ÔÇ×Auf dem Scheid" in Niederzissen vermittelt j├Ąhrlich 700 meist jungen Besuchern Grundlagenwissen ├╝ber nachhaltige Entwicklung.  

> Solarstromprojekt: Der Kreis hat 2005 die D├Ącher von zehn eigenen Schulen und der Kreisverwaltung mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Seither wurden bilanziell 36 Prozent des Strombedarfs selbst und regenerativ erzeugt. 

> Solardachkataster: Unter www.solarkataster-ahrweiler.de k├Ânnen sich B├╝rger und Betriebe ├╝ber die Eignung s├Ąmtlicher 127.000 D├Ącher im Kreisgebiet f├╝r Photovoltaik informieren.


© Kreisverwaltung Ahrweiler - 03.11.2016

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