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Das Schicksal schlägt manchmal blitzschnell zu

Nachbar in Not: Wer hilft? Wem wird geholfen? Weihnachtsaktion unterstützt diesmal 54 Haushalte mit 113 Menschen

Familien und Einzelpersonen, die bei den Juni-Unwettern in Teilen des Kreises Ahrweiler besonders geschädigt wurden, standen 2016 im Mittelpunkt der Spendenaktion „Nachbar in Not". Neben solchen Extremereignissen gibt es regelmäßig hilfsbedürftige Menschen, die unverschuldet in finanzielle Not geraten sind und wo Dritte, beispielsweise Versicherungen und Behörden, nicht vorrangig zu Leistungen verpflichtet sind.

Wo genau sind diese hilfsbedürftigen Menschen? Wo wohnen Familien und Einzelpersonen, die sich ohne eigenes Verschulden in einer finanziell brisanten Lage befinden oder am Rande des Existenzminimums leben? Diese Fragen hat Landrat Dr. Jürgen Pföhler in der Vorweihnachtszeit wieder an Bürgermeister, Kirchen und Wohlfahrtsverbände gerichtet. Es geht um die Weihnachtsaktion von „Nachbar in Not". Die Antworten, die der Landrat bis Anfang Dezember erhalten hat, betreffen 54 Haushalte mit 113 Menschen. Rund 11.000 Euro werden vor dem Fest an diese Bedürftigen ausgezahlt. Die Empfänger des Geldes bleiben anonym.

Umgekehrt gilt die Frage: Wer möchte spenden? Bürger, Vereine, Firmen und Schulen sind es, die den Geldtopf immer wieder befüllen. „Jeder Betrag ist herzlich willkommen. Unser Hilfsfonds ist eine wichtige Selbsthilfeeinrichtung von Menschen im Kreis Ahrweiler für Menschen im Kreis Ahrweiler", erklärt Pföhler. Und er versichert: Jeder einzelne Cent kommt bei den Bedürftigen an.

Das Schicksal schlägt manchmal blitzschnell zu. Ein Haus brennt ab, die Familie verliert ihr sämtliches Hab und Gut. Eine Mutter von vier Kindern stirbt bei einem Verkehrsunfall. – In solchen Fällen kann Geld kein Leid lindern. Aber Geld, zumal wenn es sofort kommt, hilft bei dringend benötigten Anschaffungen. Im Kreis Ahrweiler fließt solches Geld aus dem Landrats-Hilfsfonds, der seit 1974 besteht.

Bei der Spendenaktion für besonders Geschädigte der Juni-Unwetter dieses Jahres kamen fast 160.000 Euro aus 350 Einzelspenden zusammen. Die Gelder wurden an die Kommunen, die entsprechende Bedarfe ermittelt haben, zur Weiterleitung an die Betroffenen ausgezahlt.

Alle Zahlungen für „Nachbar in Not" dienen gemeinnützigen Zwecken. Daher können Spendenquittungen ausgestellt werden. Bei jeder Überweisung sollte die Anschrift des Spenders angegeben werden. Das Spendenkonto: Kreissparkasse Ahrweiler, Konto 810 200, BLZ 577 513 10. Ansprechpartnerin im Sozialamt der Kreisverwaltung ist Sabine Hackenbruch, Ruf 02641/975-500, E-Mail nachbar-in-not@kreis-ahrweiler.de.

Foto: Das Logo von „Nachbar in Not" zeigt symbolisch Hände, die einander helfen.


© Kreisverwaltung Ahrweiler - 09.12.2016

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