BÜRGERSERVICE BILDUNG & FAMILIE KREIS & GEMEINDEN KULTUR & VEREINE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
 

Zwei Jungunternehmer machen Druck bei Metallverarbeitung

Lightway produziert in Brohltal-Ost - AW-Senior Experten haben geholfen - Erste Kooperation mit regionalen Firmen

Mit dem Metall verarbeitenden Unternehmen Lightway GmbH & Co. KG hat sich im Industriegebiet Brohltal Ost an der A 61 in Niederzissen eine junger Betrieb angesiedelt, der die 3 D-Druckverfahren industriell anwendet - und dies nach eigenen Angaben als erster im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Koblenz. Die Senior Experten Kreis Ahrweiler standen bei der FirmengrĂŒndung Pate. Lightway mit seinen beiden GeschĂ€ftsfĂŒhrern Thomas Hilger und Pascal SchĂ€fer beliefert die Medizintechnik, Maschinenbauer und spezialisiert sich auf die Entwicklung von komplexen Metallkomponenten mit ihren Kunden.

Von einer „bemerkenswerten Leistung zweier Jungunternehmer" sprach Landrat Dr. JĂŒrgen Pföhler bei einer gemeinsamen Firmenbesichtigung mit Johannes Bell, BĂŒrgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Brohltal, und Rolf Hans, OrtsbĂŒrgermeister von Niederzissen, sowie den Wirtschaftsförderern des Kreises und der VG. Ein solcher GrĂŒndergeist stĂ€rke den Wirtschaftsstandort Kreis Ahrweiler mit dem Brohltal, so Pföhler und Bell.

Lightway hat sich auf bestimmte Marktsegmente spezialisiert, nĂ€mlich die Herstellung geometrischer Formen von Metallbauteilen im Kundenauftrag sowie die Planung, Entwicklung und Konstruktion von Bauteilen. Hilger und SchĂ€fer grĂŒndeten ihre Firma nach dreijĂ€hriger Planungsphase im Dezember 2016. Beide gelten als Experten der CNC-Technik (Steuerung von Werkzeugmaschinen) sowie der Entwicklung und Konstruktion hochleistungsfĂ€higer Bauteile fĂŒr die Autoindustrie sowie die Luft- und Raumfahrttechnik. 

Hilger: „Als junges Unternehmen haben wir neben einer tatkrĂ€ftigen UnterstĂŒtzung maßgeblich durch die Wirtschaftsförderer des Kreises ideale Standortbedingungen vorgefunden." Dies gelte vor allem fĂŒr die zentrale Lage mit Anbindung an die A 61 und schnelles Internet. „Dies ermöglicht es uns, in unserer Heimat eine Technologie abzubilden, die meist den großen BallungsrĂ€umen vorenthalten ist", so Hilger.

Erfreulich: Beide berichten bereits von ersten GeschÀftsbeziehungen zu regional ansÀssigen Unternehmen und Kooperationsvereinbarungen mit Hochschulen sowie deren Forschungs- und Entwicklungslaboren.

Das Besondere an dem 3 D-Druckverfahren nach Auskunft der GeschĂ€ftsfĂŒhrer: Die herzustellenden Produkte werden schichtweise durch ErhĂ€rten des Materials per Lasertechnik aufgebaut (additives Verfahren) und nicht, wie bislang ĂŒblich, aus einem festen Block herausgefrĂ€st. Die Vorteile: schnelle und effiziente Produktion fĂŒr die Kunden, Kostenreduzierung und Rohstoffersparnis, weil bei der Produktion kaum AbfĂ€lle wie SpĂ€ne oder Verschnitt anfallen. ÜberschĂŒssiges Material wird aufgesaugt, gefiltert und fĂŒr den nĂ€chsten Produktionsauftrag verwendet.

WĂ€hrend der GrĂŒndungsphase wurde das Duo Hilger/SchĂ€fer begleitet von den AW-Wirtschaftsförderern und den ihnen angeschlossenen Senior Experten, bei denen ehemalige FĂŒhrungskrĂ€fte ihr Fachwissen an FirmengrĂŒnder und Jungunternehmer weitergeben.

Foto: Metallverarbeitung in PrĂ€zision, prĂ€sentiert von zwei Jungunternehmern: Pascal SchĂ€fer und Thomas Hilger (vorne von links) mit Johannes Bell (5.v.l.), Dr. JĂŒrgen Pföhler (4.v.r), Rolf Hans (3.v.r.) sowie den Wirtschaftsförderern von Kreis und Verbandsgemeinde Brohltal


© Kreisverwaltung Ahrweiler - 02.06.2017

<< zurück