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Düngen mit Gülle: ADD kontrolliert

Die Landwirte auch im Kreis Ahrweiler haben ihren ersten Heu- oder Silageschnitt für dieses Jahr eingebracht. Damit ergibt sich die Möglichkeit, die geschnittenen Flächen wieder mit stickstoffhaltigen Düngemitteln, beispielsweise Gülle, zu düngen. Das führt in der Kreisverwaltung zu verstärkten Anfragen und Hinweisen von Bürgern. In einer Pressemeldung weist die Kreisverwaltung daher auf die Zuständigkeiten hin.

Landwirte müssen beim Düngen die Vorschriften der Düngeverordnung beachten. Diese Verordnung enthält gesetzliche Vorgaben, unter anderem zur Menge der auszubringenden Düngemittel, den Abständen zu Gewässern, zur Ausbringung in Hanglagen und der zu verwendenden Ausbringtechnik. Die Landwirte sind im Rahmen der vorgeschriebenen „guten fachlichen Praxis" selbstverantwortlich für die Einhaltung dieser Vorschriften. Die Düngeverordnung benennt den Schutz der Gewässer und des Grundwassers vor Nitrateinträgen aus landwirtschaftlichen Quellen als wesentliche Ziele. Zu Geruchsbelästigungen existieren im landwirtschaftlichen Fachrecht keine Regelungen.

Landwirte können sich zur ordnungsgemäßen Ausbringung von Düngemitteln beraten lassen, und zwar von den Dienstleistungszentren Ländlicher Raum, denen die Düngeberatung für den Ackerbau, den Grünlandbereich sowie den Wein- und Gartenbau obliegt.

Zuständig für den Vollzug der Düngeverordnung und einer im Einzelfall gebotenen Überprüfung der guten fachlichen Praxis ist in Rheinland-Pfalz die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier. Bürger können sich daher bei Zweifeln an der Einhaltung der düngerechtlichen Vorgaben an die ADD wenden: Dr. Olaf Roller, ADD Trier, Ruf 0651/9494-845, E-Mail Olaf.Roller@add.rlp.de.


© Kreisverwaltung Ahrweiler - 02.06.2017

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