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Waffenaufbewahrung meist gut in Schuss

Kontrollen: Gewehre und Pistolen in 190 von 204 FĂ€llen in StahlschrĂ€nken gesichert - 2.400 Waffenbesitzer, vor allem JĂ€ger und SportschĂŒtzen

Die jĂŒngste Kontrollaktion der Kreisverwaltung Ahrweiler zur sicheren Aufbewahrung von Waffen verlief weitgehend problemlos. Bei 190 der insgesamt 204 Kontrollen bei Waffenbesitzern kam es zu keinen Beanstandungen, weil die Gewehre, Pistolen und sonstigen Waffen sicher und vorschriftgemĂ€ĂŸ aufbewahrt wurden. Die meisten Kontrollbesuche erfolgten nach vorheriger Terminabsprache.

Bei elf Aufbewahrungen wurden erhebliche MĂ€ngel festgestellt, dreimal gab es geringe MĂ€ngel. Als erhebliche MĂ€ngel gelten beispielsweise: die Aufbewahrung erlaubnispflichtiger Waffen in einfachen BlechbehĂ€ltern mit Riegelschloss, die Aufbewahrung von geladenen Waffen im Stahlschrank oder die gemeinsame Aufbewahrung von Waffen und Munition in dafĂŒr nicht zertifizierten StahlschrĂ€nken.

Was passiert bei VerstĂ¶ĂŸen? Je nach Schwere greifen folgende Maßnahmen: schriftliche Aufforderung zur MĂ€ngelbeseitigung, etwa durch den Kauf eines ordnungsgemĂ€ĂŸen SicherheitsbehĂ€ltnisses (Stahlschrank mit entsprechender Sicherheitsstufe); Hinweis auf Pflichten, beispielsweise die Blockierung einer geerbten Waffe mit einem zertifizierten Blockiersystem; Einleitung eines Bußgeldverfahrens, unter anderem bei der gemeinsamen Aufbewahrung von Munition und Waffen in einem dafĂŒr nicht zugelassenen SicherheitsbehĂ€ltnis; Zwangsgeld bei NichterfĂŒllung von Auflagen, insbesondere bei der Weigerung von Erben, die geerbten Waffen blockieren zu lassen; Widerruf der waffenrechtlichen Erlaubnis bei schweren VerstĂ¶ĂŸen, beispielsweise bei Lagerung von Waffen außerhalb von SicherheitsbehĂ€ltnissen.

Die Kreisverwaltung weitet die Kontrollen bei Waffenbesitzern seit diesem Jahr aus. Kreisweit gibt es rund 2.400 Waffenbesitzer, zumeist JĂ€ger und SportschĂŒtzen. Wichtiges Ziel der Hauskontrollen: Die sichere Aufbewahrung der Waffen in zertifizierten Tresoren, wie sie das Waffengesetz vorschreibt, muss bewiesen sein. Dies soll den Missbrauch mit Gewehren oder Pistolen verhindern, insbesondere durch DiebstĂ€hle.

Bisher haben zahlreiche Waffenbesitzer die Einhaltung der Vorschriften durch Fotos, Erwerbsquittungen oder Ă€hnliche Dokumente nachgewiesen. Das Waffengesetz gibt der Behörde jedoch die Möglichkeit, die sorgfĂ€ltige Aufbewahrung von erlaubnispflichtigen Schusswaffen verdachtsunabhĂ€ngig zu ĂŒberprĂŒfen. Die Mitarbeiter der Kreisverwaltung als Waffenbehörde zeigen ihre Dienstausweise. Die Kontrolle ist kostenpflichtig (50 Euro).

Info: Kreisverwaltung Ahrweiler - Untere Jagdbehörde, Waffen- und Sprengstoffrecht; Ruf 02641/975-229, /975-524, Fax 02641/975-7229, E-Mail bernd.hanke@kreis-ahrweiler.de, katharina.schuwerack@kreis-ahrweiler.de, maike.esch@kreis-ahrweiler.de, Internet www.kreis-ahrweiler.de, „BĂŒrgerservice“, „Ordnungswesen“, „Waffen und Jagd“.

Foto:
Waffen mĂŒssen in zertifizierten SicherheitsbehĂ€ltnissen wie einem solchen Stahlschrank aufbewahrt werden.


© Kreisverwaltung Ahrweiler - 15.09.2017

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