Bohrung nach Erdwärme beliebt, aber nur bedingt erlaubt
Alternatives Heizsystem mit Aufwärtstrend im AW-Kreis – Aber: Trink- und Mineral-wasservorkommen schützen
Die Nutzung von Erdwärme mit Hilfe von Erdwärme-Sondenanlagen hat sich als alternatives Heizsystem im Kreis Ahrweiler etabliert. Die Kreisverwaltung registriert mehr Bohrungen nach Erdwärme. Doch Vorsicht: Solche Bohrungen sind nicht überall erlaubt.
Im vergangenen Jahr wurden kreisweit 36 Anträge auf Erdwärme-Sondenanlagen positiv beschieden. Der Vergleich zu den Vorjahren – 2008 waren es 29, 2007 wurden 32 registriert – zeigt einen leichten Anstieg. Dieser Trend ist nicht selbstverständlich, weil der Kreis Ahr-weiler über zahlreiche Trink- und Mineralwasservorkommen verfügt. Um diese regenerativen Wasserressourcen zu schützen, ist die Nutzung von Erdwärme nicht überall im AW-Land möglich.
Bauherren, die geothermische Energie nutzen möchten, können sich im Vorfeld selbst infor-mieren, ob an dem geplanten Standort eine Erdwärme-Sondenanlage erlaubt ist oder ob eine Einzelfallprüfung durch die Fachbehörden notwendig wird. Infos gibt es beim Lan-desamt für Geologie und Bergbau in Mainz unter www.lgb-rlp.de. Fragen insbesondere zu dem wasserrechtlichen Erlaubnisverfahren werden in der Kreisverwaltung beantwortet unter Ruf 02641/975-517, E-Mail michaela.stumm@aw-online.de.