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Kreisverwaltung Ahrweiler - Checkliste zur Antragstellung durch die Kommune

Checkliste zur Antragstellung durch die Kommune

Die folgende Checkliste soll Ihnen bei der Zusammenstellung der Antragsunterlagen behilflich sein.

Der F√∂rderantrag f√ľr √∂ffentliche Projekte ist bis zum 01. August bei der Kreisverwaltung Ahrweiler in 3-facher Ausfertigung einzureichen:

1.) Antragsformular mit Unterschrift und Siegel des B√ľrgermeisters

2.) Planunterlagen

  • Lageplan M 1/1000 (Auszug aus der Katasterkarte), ggf. Fotos;
  • bei Freifl√§chenplanung: Gestaltung der Bau-, Verkehrs- und Gr√ľnfl√§chen mit Angaben zur Bepflanzung bzw. Materialauswahl, sowie Einzelelementen wie Stufen, Schildern und M√∂blierung
  • bei Hochbau: Grundrisse, Ansichten, Schnitte M 1/100;
  • bei Umbauten: Kenntlichmachung der vorhandenen und neuen Bauteile;
  • Entw√ľrfe von Werkvertr√§gen (z.B Moderatorenvertrag, Beratervertrag, Vertrag √ľber die Fortschreibung des Dorferneuerungskonzeptes).

3.) Kosten nach DIN 276 (Stand 6/1993)

  • Kostenanschlag (Darstellung der Kosten bis zur 3. Ebene der Kostengliederung);
  • nachvollziehbare Ermittlung der Baunebenkosten nach der Honorarordnung f√ľr Architekten und Ingenieure (HOAI);
  • nicht f√∂rderf√§hige Kosten sind
    1. KG 552 Besondere Einbauten (fertige Spielgeräte bei Spielplätzen),
    2. KG 611 Allgemeine Ausstattung (lose Möbel, Textilien etc.),
    3. KG 612 Besondere Ausstattung (z.B. wissenschaftliches Gerät etc.),
    4. KG 700 Baunebenkosten, soweit diese durch die Orts- oder Verbandsgemeinde selbst geleistet werden,
    5. KG 761 -790 Finanzierung (Finanzierungskosten, Zinsen, Geb√ľhren, Kosten f√ľr Baufeiern wie Richtfest, Grundsteinlegung, Getr√§nke- und Verpflegungskosten etc.),
    6. Kosten der eigenen Verwaltung (z.B. f√ľr Gemeindearbeiter, Mitarbeiter des Bauhofes etc.).
    7. Kosten der Verbandsgemeinde bzw. Verbandsgemeindewerke oder sonstiger kommunaler Einrichtungen (z.B. Planungsleistungen).
    8. Beitragsfähige Straßenbaumaßnahmen

    Im Antrag auf Zuwendung sind unter Punkt 5 (Finanzierung des Vorhabens) 1. die Gesamtkosten und die förderfähigen Gesamtkosten aufzulisten. Der Zuschuss errechnet sich ausschließlich nach den förderfähigen Kosten.

Grunderwerb:

F√∂rderung des gemeindlichen Erwerbs von unbebauten und bebauten Grundst√ľcken gem√§√ü Nr. 2.1.14 der VV-Dorf im Rahmen der Realisierung des eigentlichen Dorferneuerungsvorhabens. die F√∂rderung des Grunderwerbsteils ist mit einem F√∂rdersatz bis zu 40% m√∂glich, sofern er einem √∂ffentl. Zweck dient.

Mehrwertsteuer:

Uneingeschränkte Förderung der Mehrwertsteuer.

4.) Unentgeltliche Arbeitsleistung, sowie deren Berechnung

  • Angabe der beabsichtigten unentgeltlichen Arbeitsleistung der B√ľrger (max. 30% der zuwendungsf√§higen Gesamtausgaben) im Finanzierungsplan des Antrages (Nr. 5 des Antragsformulars).

  • Die Eigenleistung ist wie folgt zu untergliedern und darzustellen (gilt f√ľr die Antragstellung und den Mittelabruf)!:
    Gewerke Material (netto) Lohn (netto)
    insgesamt (netto):  
    + 19 % Mehrwertsteuer  
    insgesamt (brutto)  

    Die Eigenleistung wird bei der Antragstellung nach Gewerken aufgegliedert, in Material und Lohn (alles netto siehe Schaubild) unterteilt. Am Ende wird auf den jeweiligen Gesamtbetrag die Mehrwertsteuer von zur Zeit 19 Prozent draufgerechnet um die anerkennbare Eigenleistung (in brutto) zu erhalten.

Wichtig!

Eine Auflistung nach Stundenlöhnen ist weder bei Antragstellung noch bei der Abrechnung zulässig!

5.) Verkehrswertgutachten

  • Bei Grund- und Geb√§udeerwerb: Sachverst√§ndigengutachten.

6.) Berechnung der Flächen und des Umbauten Raums nach DIN 277

  • Bei Hochbauprojekten: Berechnung der Nutzfl√§che und des Bruttorauminhalts (BRI).

    7.) Erläuterungsbericht

    • Entwicklung des Projektes aus dem Dorferneuerungskonzept;
    • Erl√§uterung der beabsichtigten Bauma√ünahmen und Definition der angestrebten Qualit√§tsstandards (Fachwerksanierung, Fenster, Putz, Dach, B√∂den, etc.);
    • architektonische Qualit√§t ("regionaltypisches Bauen", "Umnutzung alter Geb√§ude", "Zeitgem√§√üe Architektur" etc.);
    • Erl√§uterung der bisherigen Nutzung und des k√ľnftigen Nutzungskonzeptes;
    • baurechtlicher Status Quo: Denkmalschutz, Baugenehmigung, sonstige √∂ffentlich - rechtliche Genehmigung;
    • bei Umbauten: Erl√§uterung des baulichen Zustandes des Geb√§udes, sowie der durchgef√ľhrten bautechnischen Voruntersuchungen und Schadensermittlungen;
    • Darstellung der Funktionsverbesserungen;
    • √∂kologisches Konzept bei der Freifl√§chenplanung;
    • Nachweis der Beteiligung von Kinder- und Jugendgruppen bei Projekten im Rahmen des Schwerpunktthemas "Kinder und Jugendliche in der Dorferneuerung".

    8. Haushalts- und Finanzlage der Ortsgemeinde

    • √úbersicht √ľber die Haushalts- und Finanzlage der Gemeinde;
    • Finanzierungs√ľbersicht und Berechnung der dauernden Leistungsf√§higkeit.

    9. Ratsbeschluss

    • Ein Ratsbeschluss oder Auszug aus der Sitzungsniederschrift, aus dem die Willensbekundung zur Durchf√ľhrung der Ma√ünahme hervorgeht, ist dem Antrag beizuf√ľgen.

    Achtung:
    Bei Nichtbeachtung der o.g. Verwaltungsvorschriften und/oder bei Unvollst√§ndigkeit der Antragsunterlagen, wird der Antrag komplett zwecks √úberarbeitung bzw. Erg√§nzung zur√ľckgesandt. Eine korrigierende Bearbeitung durch die Kreisverwaltung erfolgt nicht.

    Achtung:
    alle Mitteilungen (√Ąnderungsanzeigen etc) bitte in 3-facher Ausfertigung einsenden.

    Der Baubeginn einer Ma√ünahme muss der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Koblenz √ľber die Kreisverwaltung Ahrweiler schriftlich mitgeteilt werden.


  • Druckersymbol Druckversion (zuletzt geändert am 2017-02-22 11:11:29)