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Kreisverwaltung Ahrweiler - Fördermail September 2017

Fördermail September 2017

die Kreiswirtschaftsförderung informiert Sie mit dem aktuellen Förder-Newsletter über die Förderprogramme "KMU-innovativ: Einstiegsmodul", "WIPANO - Wissens- und Technologietransfer durch Patente und Normen" sowie den aktuellen Förderaufruf "Aufbau einer Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge".


  1. KMU innovativ: Einstiegsmodul

    Mit dem neuen Einstiegsmodul der Förderinitiative "KMU-innovativ" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) können kleine und mittlere Unternehmen Zuschüsse bereits in der Anlaufphase eines Projekts erhalten.

    Mit den zur Verfügung gestellten Mitteln soll das Innovationsmanagement verbessert werden und Innovationsprozesse effizient gestaltet werden. Die Vorprojekte und Durchführbarkeitsstudien müssen inhaltlich einem der Technologiefelder der Förderinitiative KMU-innovativ und den entsprechenden Themenschwerpunkten zugeordnet werden.

    Konkret sind Einzelvorhaben förderfähig, die

    • neue Produkt-, Verfahrens- und Dienstleistungsideen ausarbeiten und bewerten,
    • die Durchführbarkeit und Umsetzbarkeit von neuen Produkt-, Verfahrens- und Dienstleistungsideen untersuchen,
    • den Stand von Wissenschaft, Forschung und Technik sowie Schutzrechtssituation im angestrebten Themenfeld analysieren,
    • Kooperationspartner ermitteln und gewinnen,
    • notwendigen FuE-Arbeiten für die angestrebten innovativen Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen und der erforderlichen wissenschaftlich-technischen Expertise identifizieren.

    Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung als nicht zurückzahlbarer Zuschuss gewährt. Bemessungsgrundlage sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten, die mit bis zu 100% (maximal 50.000 Euro) über einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten gefördert werden können. Neben den projektbezogenen Personalkosten können u.a. Zuschläge für die übrigen Kosten (z.B. Verbrauchsmaterial, Reisekosten, Gemeinkosten) sowie für Unteraufträge, Analysen und Beratung durch Dritte bewilligt werden. Diese werden individuell bemessen.

    Sofern Sie sich für dieses Förderprogramm interessieren, ist zunächst eine Kontaktaufnahme mit dem "Lotsendienst Forschung und Innovation des Bundes" erforderlich: beratung@foerderinfo.bund.de.

    Projektanträge müssen vor den Stichtagen 15.01.2018, 15.07.2018 sowie 15.01.2019 eingereicht werden. Die jeweilige Vorhabenbeschreibung muss mindestens drei Seiten und darf maximal zehn Seiten umfassen (Schriftgrad 12, Arial, 1,5 facher Zeilenabstand, 2,5 cm Rand).

  2. WIPONA

    Mit dem Programm WIPANO haben kleine und mittlere Unternehmen sowie Hochschulen und öffentliche Forschungseinrichtungen die Möglichkeit, Zuschüsse zu den bei der Beratung und Beantragung von gewerblichen Schutzrechten entstehenden Kosten zu erhalten.

    Um in den Genuss der Förderung zu kommen, darf der Antragsteller in den letzten fünf Jahren kein Patent oder Gebrauchsmuster angemeldet haben. Der Zuschuss beträgt bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 16.575 Euro in einem Projektzeitraum von bis zu 24 Monaten.

    Die Zuschüsse werden nicht pauschal ausgezahlt, sondern sind in sechs Leistungspakte aufgeteilt, die inhaltlich aufeinander aufbauen und dem Antragsverfahren zur Erlangung gewerblicher Schutzrechte entsprechen. Weitere Informationen sowie die Antragsunterlagen finden Sie unter www.wipano.de.

    Wichtig: Ein Antrag muss in Zusammenarbeit mit einem sog. "WIPANO-Partner" erfolgen, i.d.R. Patentanwälte und/oder Ingenieurbüros. Gerne stellen wir Ihnen bei Interesse Kontaktdaten zur Verfügung.

  3. Förderaufruf: Aufbau einer Ladeinfrastruktur

    Am 14.09.2017 wurde der zweite Förderaufruf der Förderrichtlinie zum Aufbau einer Ladeinfrastruktur des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) veröffentlicht. Bundesweit wird die Errichtung von 1.000 Schnellade- und 12.000 Normalladestationen einschließlich des Netzanschlusses gefördert. Für das Land Rheinland-Pfalz sind 76 Schnellade- und 900 Normalladepunkte vorgesehen, deren Errichtung über diesen Aufruf gefördert werden können.

    Ein Normalladepunkt hat eine Ladeleistung von max. 22 kW je Ladepunkt, ein Schnelladepunkt 150 kW.

    Antragsberechtig sind generell natürliche und juristische Personen (auch juristische Personen des öffentlichen Rechts).

    Die Förderung erfolgt als Investitionszuschuss, der sich auf Grundlage der jeweiligen zuwendungsfähigen Ausgaben für Schnelllade- bzw. Normalladepunkte sowie für den Netzanschluss berechnet. Als Zuwendungsfähige Ausgaben für die Ladepunkte gelten u.a. Ladesäulen, angeschlagenes Kabel, Leistungselektronik, Parkplatzsensoren und Beleuchtung. Für den Netzanschluss können u.a. Ausgaben für den Netzanschluss selbst, Umspannstationen, Baukostenzuschüsse oder Pufferspeicher berücksichtigt werden.

    Eine Förderung ist nur möglich, wenn die Ladeinfrastruktur der Öffentlichkeit ununterbrochen zugänglich ist, d.h. 24 Stunden täglich an 7 Tagen in der Woche. Es ist ausschließlich der Kauf von Ladeinfrastruktur förderfähig.

    Jeder Normalladepunkt bis einschließlich 22 kW wird mit bis zu 40 % der förderfähigen Kosten bezuschusst, maximal 2.500 Euro. Für Schnellladepunkte gilt ebenfalls eine Förderquote von 40 %, bei einem Höchstbetrag von 30.000 Euro. Ergänzend wird der Netzanschluss ebenfalls mit einer Quote von 40 % bezuschusst, bei einem Anschluss an das Niederspannungsnetz mit maximal 5.000 Euro und bei Anschluss an das Mittelspannungsnetz maximal 50.000 Euro.

    Anträge müssen bis zum 30.10.2017, 16:00 Uhr über das elektronische Portal "easy online" gestellt sein. Die Vergabe der Fördermittel erfolgt nicht nach dem "Windhund-Prinzip": Sofern die für ein Bundesland vorgesehene Anzahl an Ladestellen überschritten wird, erfolgt die Vergabe der Fördermittel für alle Anträge (also auch die bis zu diesem Zeitpunkt bereits eingereichten Anträge) nach einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Hierfür werden je Antrag die beantragten Fördermittel pro Kilowatt Gesamtladeleistung zugrunde gelegt.

    Weitere Informationen zu dem aktuellen Förderaufruf erhalten Sie hier.

Für Fragen zu den genannten Programmen/Angeboten steht Ihnen selbstverständlich auch die Servicestelle Förderprogramme zur Verfügung.

Herzliche Grüße
Ihr Team der Kreiswirtschaftsförderung


Druckersymbol Druckversion (zuletzt geändert am 2017-10-18 18:56:03)