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Kreisverwaltung Ahrweiler - Bestandteile Bauantrag

Bestandteile Bauantrag

Bestandteil des Bauantrages bzw. der Unterlagen nach dem Freistellungsverfahren sind die Bauantragsformulare sowie die Bauantragsunterlagen.

Welche Bauantragsunterlagen vorzulegen sind, ergibt sich aus der jeweils g├╝ltigen Landesverordnung ├╝ber Bauunterlagen und die bautechnische Pr├╝fung (BauuntPr├╝fVO). Grunds├Ątzlich richtet sich Umfang, Inhalt und Zahl der Bauunterlagen nach dem jeweiligen Vorhaben. Es k├Ânnen daher keine generellen und verbindlichen Aussagen ├╝ber die Vollst├Ąndigkeit der Planunterlagen getroffen werden. Da der Bauantrag grunds├Ątzlich von einem/einer bauvorlageberechtigten Entwurfsverfasser/in (z.B. Architekt/in, Bauingenieur/in, der/die in einer entsprechenden Liste der Ingenieurkammer der Beratenden Ingenieure eingetragen ist) vorzulegen ist, empfehlen wir Ihnen, eventuelle Fragen mit dieser Fachperson abzukl├Ąren. Dar├╝ber hinaus stehen Ihnen die f├╝r die Genehmigung von Bauantr├Ągen der zust├Ąndigen Sachbearbeiter bei R├╝ckfragen zur Verf├╝gung.

In jedem Fall sind grunds├Ątzlich nachfolgende Bauantragsformulare bei dem einzureichenden Bauantrag erforderlich. Diese k├Ânnen Sie unter der Rubik Formulare downloaden. Die Formulare zur Einreichung eines Bauantrags bestehen aus:

  1. Bauantragsformulare
    Das Bauantragsformular besteht aus vier Seiten.
    Bitte denken Sie daran, die Art des Genehmigungsverfahrens anzugeben.

  2. Baubeschreibungsformulare
    Sofern ein Geb├Ąude errichtet wird, ist ebenfalls die Vorlage des Formulars Baubeschreibung Geb├Ąude erforderlich.
    Das Formular Baubeschreibung Feuerungsanlage ist ├╝ber den zust├Ąndigen bevollm├Ąchtigten Bezirksschornsteinfeger ebenfalls vorzulegen, wenn im Rahmen eines Bauvorhabens eine Feuerungsanlage (z. B. Heizungsanlage) eingebaut wird. Werden mehr als 10 m┬│ Heiz├Âl gelagert, so ist die Baubeschreibung Anlagen zur Lagerung von mehr als 10 m┬│ Heiz├Âl beizuf├╝gen, bei 3 und mehr Tonnen Fl├╝ssiggas die Baubeschreibung Anlagen zur Lagerung von 3 und mehr t Fl├╝ssiggas.
    Bei Anlagen besonderer Art und Nutzung (z. B. Versammlungsst├Ątten, Verkaufsst├Ątten, Gro├čgaragen) sind dar├╝ber hinaus weitere Angaben entsprechend den Sonderbauverordnungen zu machen.

  3. Betriebsbeschreibung
    Bei gewerblichen oder landwirtschaftlichen Vorhaben sind dar├╝ber hinaus Einzelheiten ├╝ber den gewerblichen bzw. landwirtschaftlichen Betrieb erforderlich.
    Bei gewerblichen Geb├Ąuden benutzt man hierzu das Formular Betriebsbeschreibung.
    Bei landwirtschaftlichen Betriebsanlagen ist eine manuelle Betriebsbeschreibung einzureichen.

  4. Antrag auf Abweichung
    Dieses Formular ist dann zu verwenden, wenn Ihr Vorhaben von den Vorschriften der Landesbauordnung abweichen soll (z. B. Abweichung von den Abstandsfl├Ąchen des ┬ž 8 der Landesbauordnung).

Neben den oben n├Ąher beschriebenen Bauantragsformularen sind grunds├Ątzlich folgende Bauunterlagen vorzulegen:

  1. Auszug aus der amtlichen Liegenschaftskarte
    Der Auszug aus der amtlichen Liegenschaftskarte ist vorzulegen. Dieser ist beim Vermessungs- und Katasteramt Osteifel-Hunsr├╝ck, Am Wasserturm 5a, 56727 Mayen, Telefon: 02651/9582-0, Telefax: 02651/9582-400, E-Mail: vermka-oeh(at)vermkv.rlp.de oder der Servicestelle des Vermessungs- und Katasteramtes Osteifel-Hunsr├╝ck,in Bad Neuenahr-Ahrweiler, im Geb├Ąude der Kreisverwaltung Ahrweiler, Wilhelmstra├če 24-30, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, Telefon: 02651/9582-0 gegen eine Geb├╝hr erh├Ąltlich. Auf dem Auszug ist der Bauk├Ârper zeichnerisch ma├čstabsgetreu auf dem jeweiligen Grundst├╝ck einzutragen.

  2. Bauzeichnungen (Grundrisse, Schnitte und Ansichten) sowie Darstellung ├╝ber Grundst├╝cksentw├Ąsserung
    Diese Bauzeichnungen sind von einem/einer bauvorlageberechtigten Entwurfsverfasser/in (z.B. Architekt/in oder Bauingenieur/in, der/die in der Liste der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz eingetragen ist) aufzustellen. Dies gilt nicht f├╝r Garagen bis zu 100 m┬▓ Nutzfl├Ąche sowie Behelfsbauten und untergeordnete Geb├Ąude, die einer Baugenehmigung bed├╝rfen. Zu Einzelfragen geben wir gerne Auskunft.

  3. Standsicherheitsnachweis (Statik) und ggf. andere bautechnische Nachweise
    F├╝r Bauantr├Ąge, die nach dem 31.07.2015 eingereicht werden und die im vereinfachten Genehmigungsverfahren nach den Vorschriften des ┬ž 66 Abs. 1 Landesbauordnung Rheinland-Pfalz gepr├╝ft werden, ist vor Baubeginn eine Erkl├Ąrung des jeweiligen Aufstellers ├╝ber die ordnungsgem├Ą├če Aufstellung des bautechnischen Nachweises vorzulegen. Das Formular f├╝r diese Erkl├Ąrung k├Ânnen Sie ebenfalls unter der Rubik Formulare downloaden. Die erstellten bautechnischen Nachweise sind auf der Baustelle vorzuhalten, auf Verlangen der Bauaufsichtsbeh├Ârde vorzulegen und dauerhaft aufzubewahren.

    Hinweis zur Vorlageberechtigung von Standsicherheitsnachweisen:
    Die Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz hat gepr├╝ft, in welchen Bundesl├Ąndern vergleichbare Eintragungskriterien f├╝r die Mitgliedschaft in den Ingenieurkammern verwendet und somit auch vergleichbare Listen gef├╝hrt werden. Hiernach k├Ânnen die in Baden-W├╝rttemberg, Berlin, Brandenburg, Hamburg und Nordrhein-Westfalen eingetragenen Aufsteller von Standsicherheitsnachweisen nicht anerkannt werden, da dort nicht vergleichbare Eintragungskriterien gelten.
    Daher kann in Rheinland-Pfalz nur ein Standsicherheitsnachweis anerkannt werden, der von einer verantwortlichen Person unterschrieben ist, die die gesetzlichen Anforderungen erf├╝llt (vgl. ┬ž 66 Abs. 5 - 7 LBauO).

    F├╝r bauliche Anlagen, die nicht im vereinfachten Genehmigungsverfahren gepr├╝ft werden (insbesondere bauliche Anlagen besonderer Art und Nutzung sowie Geb├Ąude der Geb├Ąudeklasse 4 und 5) ist dar├╝ber hinaus die Pr├╝fung des Standsicherheitsnachweises durch einen Pr├╝fsachverst├Ąndigen f├╝r Standsicherheit erforderlich, der von Ihnen selbst beauftragt werden kann. N├Ąhere Ausk├╝nfte geben Ihnen die vorlageberechtigten Aufsteller von Standsicherheitsnachweisen. Auch wir stehen Ihnen bei R├╝ckfragen hierzu gerne zur Verf├╝gung. Die bautechnischen Nachweise sind im Rahmen des Bauantrags vorzulegen. Der vorgelegte bautechnische Nachweis ├╝ber die Standsicherheit muss von einem Pr├╝fsachverst├Ąndigen f├╝r Standsicherheit gepr├╝ft worden sein.

Unterzeichnungspflicht
Nach den Vorschriften der Landesbauordnung Rheinland-Pfalz m├╝ssen s├Ąmtliche Bauunterlagen

  • von dem Bauherren/der Bauherrin und
  • von dem/der bauvorlageberechtigten Entwurfsverfasser/in

jeweils mit Tagesangabe unterschrieben sein (vgl. ┬ž 63 Abs. 3 LBauO). Dies gilt auch f├╝r die Vorlage sonstiger Bauunterlagen, wie z. B. bautechnische Nachweise und/oder Sachverst├Ąndigengutachten, die von dem Bauherrn/der Bauherrin im Bauantrag beizuf├╝gen sind oder sp├Ąter nachgereicht werden k├Ânnen. Die vorzulegenden bautechnischen Nachweise sowie Bauunterlagen, die von sachverst├Ąndigen Personen ausgestellt sind (z. B. Sachverst├Ąndigengutachten), m├╝ssen dar├╝ber hinaus von der sachverst├Ąndigen Person, wie z. B. Aufsteller von Standsicherheitsnachweisen oder W├Ąrme- und Schallschutznachweisen, Brandschutz-, Immissions- und Bodengutachten etc. (sofern der Nachweis nicht von dem/der bauvorlageberechtigten Entwurfsverfasser/in erstellt wurde) jeweils mit Tagesangabe unterschrieben sein.

Ist aus rechtlichen Gr├╝nden die Aufstellung oder Pr├╝fung des Standsicherheitsnachweises durch einen Pr├╝fsachverst├Ąndigen f├╝r Standsicherheit erforderlich (z. B. im Fall des ┬ž 66 Abs. 6 Satz 1 LBauO bei Wohngeb├Ąuden der Geb├Ąudeklasse 3), ist der Standsicherheitsnachweis auch durch den Pr├╝fsachverst├Ąndigen mit Tagesangabe mit zu unterzeichnen.

Im Weiteren ist mit dem Bauantrag und den Bauunterlagen auch der statistische Erhebungsbogen ausgef├╝llt vorzulegen.


Druckersymbol Druckversion (zuletzt geändert am 2016-03-02 09:02:04)