BÜRGERSERVICE BILDUNG & FAMILIE KREIS & GEMEINDEN KULTUR & VEREINE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
 
Kreisverwaltung Ahrweiler - Untersuchungen auf Tollwut im Jahr 2015

Untersuchungen auf Tollwut im Jahr 2015

Logo: Ministerium fĂŒr Umwelt, Landwirtschaft,ErnĂ€hrung, Weinbau und Forsten - ZurĂŒck zur Startseite Das Ministerium fĂŒr Umwelt, Landwirtschaft, ErnĂ€hrung, Weinbau und Forsten weist in einem elektronischen Brief (11.12.2014) an die Landkreise in Rheinland-Pfalz darauf hin, dass zum Nachweis der Tollwutfreiheit und zur FrĂŒherkennung einer Infektion in der Wildtierpopulation die Tollwut-Verordnung eine Untersuchung aller Indikatortiere fordert. Die entscheidenden Indikatortiere fĂŒr die Zoonose Tollwut sind verendete (auch durch einen Unfall verendete) sowie kranke, verhaltensgestörte, abgekommene oder sonst auffĂ€llige erlegte, wild lebende FĂŒchse, Marderhunde und WaschbĂ€ren. Der Fuchs, je nach Region auch der Marderhund oder WaschbĂ€r, stellt das natĂŒrliche Reservoir fĂŒr terrestrische Tollwut dar. Bei ihnen kommt eine Infektion mit dem Toll-wutvirus mit einer deutlich höheren Wahrscheinlichkeit vor als bei anderen Wildtieren. Das Monitoring gilt landesweit und unabhĂ€ngig vom Alter der genannten drei Tierarten.

Die JagdausĂŒbungsberechtigten sind verpflichtet (§ 3a Satz 2 Tollwut-VO), alle verendet aufgefundenen (gerade auch die verunfallten) sowie kranke abgekommene, verhaltensgestörte oder anderweitig auffĂ€llige erlegte wild lebende FĂŒchse, Marderhunde und WaschbĂ€ren nach nĂ€herer Anweisung der zustĂ€ndigen Behörde dieser selbst oder dem Landesuntersuchungsamt in Koblenz (LUA) zuzuleiten. Mit dem Tier sind die entsprechenden Angaben auf dem Probenbegleitschein mitzuteilen. FĂŒr die Untersuchung ist der gesamte Tierkörper im Balg einzusenden.

Die Kreise haben Indikatortiere weiter an das LUA zu senden (§ 3a Satz 1 der Tollwut- VO). Um eine korrekte Zuordnung zu gewĂ€hrleisten ist sicherzustellen, dass die eingesandten Indikatortiere aus dem einsendenden Kreis stammen. Die Maßnahmen zur AbklĂ€rung eines Tollwutverdachtes bei sonstigen Haus- und Wildtieren gelten selbstverstĂ€ndlich weiterhin.

Alle Untersuchungen auf Tollwut finden fĂŒr Rheinland-Pfalz im Landesuntersuchungsamt, Institut fĂŒr Tierseuchendiagnostik, BlĂŒcherstr. 34, 56073 Koblenz, statt. Alle zur Untersuchung auf Tollwut eingesandten Tiere werden virologisch auf das Tollwutvirus untersucht. Vom Untersuchungsergebnis werden der Einsender und der zustĂ€ndige Kreis unterrichtet. Die Kosten der Tollwutuntersuchung der Indikatortiere trĂ€gt das Land.

Dem JagdausĂŒbungsberechtigten wird je anerkanntem Indikatortier eine pauschale EntschĂ€digung fĂŒr den Aufwand des Einsammelns, des vorschriftsmĂ€ĂŸigen Verpackens, des AusfĂŒllens des Probenbegleitscheins und des Versendens / Transportierens eines Tierkörpers in Höhe von 50 Euro bezahlt. Die Indikatortiere sind zeitnah nach dem Auffinden oder Erlegen an das LUA zu senden, denn nur so kann das Wiederauftreten der Tollwut schnell erkannt werden; daher gilt die EntschĂ€digungsfĂ€higkeit fĂŒr FĂŒchse, Marderhunde und WaschbĂ€ren maximal fĂŒr vier Wochen nach dem Auffinden oder Erlegen. Im Falle einer direkten Anlieferung des Tieres an das LUA, sollte der JagdausĂŒbungsberechtigte die zustĂ€ndige Behörde darĂŒber in Kenntnis setzen.

Logo: Landesuntersuchungsamt - ZurĂŒck zur Startseite lua.rlp.deDas Landesuntersuchungsamt (Referat 23) entscheidet zeitnah, gemĂ€ĂŸ der oben genannten Kriterien ĂŒber die EntschĂ€digungsfĂ€higkeit der Indikatortiere. Die Kreise erhalten vom Landesuntersuchungsamt quartalsweise eine Auflistung der entschĂ€digten Indikatortiere.

Die dazugehörigen Probenbegleitscheine sind auf der Internetseite des Landesuntersuchungsamtes unter http://lua.rlp.de/downloads/tierseuchendiagnostik/  abrufbar.


Druckersymbol Druckversion (zuletzt geändert am 2014-12-12 07:51:13)